Die grüne Fraktionschefin Maike Schaefer besuchte die Hobbyimker auf dem Stahlwerke-Gelände und zeigte dabei keine Angst vor den Bienen.Foto: Bollmann
Honigbienen

Hobbyimker bei der Hütte

Von
Auf dem Gelände der Hütte an der Weser wird nicht nur Stahl gekocht, sondern bald auch Honig geschleudert.Elf Bienenvölker haben bei Arcelor-Mittal Bremen ein neues Zuhause gefunden und werden von Hobbyimkern betreut.

Für die Bienenvölker wurde die Sport- und Interessengemeinschaft Arcelor-Mittal Bremen extra um die Sparte der Hobbyimker erweitert. Acht Stahlwerke-Kollegen wollen in Zukunft die Bienen betreuen und im nächsten Jahr den ersten Hüttenhonig ernten.

Hobbyimkerin Maike Schaefer gab den Anstoß

Der Anstoß für die Initiative kam von der grünen Fraktionschefin und Hobbyimkerin Maike Schaefer, die bei ihrem Besuch im vergangenen Jahr anregte, dass man auf dem riesigen Gelände doch bestens Bienen halten könne.

Auch angesichts der Problematik des Insektensterbens wurde der Vorschlag diskutiert, direkt aufgenommen und über das Intranet nach Kollegen gesucht, die die Völker auf dem Werksgelände betreuen möchten. Die fanden sich recht schnell und wurden vom erfahrenen Imker und Hütten-Betriebsrat Mike Böhlken im Umgang mit den Bienen geschult.

Ableger und Königinnen kamen aus der Uckermark

Das notwendige Equipment an Beuten, Rähmchen und Schutzbekleidung wurde von Arcelor-Mittal gestellt und die Ableger (kleine Jungvölker) samt Königin im Juli aus der Uckermark abgeholt, berichtet Böhlken. Bei der Imkerei setzte er übrigens auf Dadant-Beuten und Buckfast-Bienen. „Die Buckfast ist einfacher für Einsteiger“, meint Böhlken und hebt ihre Eigenschaften wie guten Wabensitz und Ertrag sowie die große Putzfreudigkeit der Art hervor. Davon überzeugte sich auch Maike Schaefer. Dabei setzt sie privat allerdings auf die in Bremen weitaus übliche Carnica-Biene. In diesem Jahr konnte sie übrigens bei ihren zwei Völkern dreißig Kilo Honig ernten, zeigte sie sich zufrieden.

Bis die Bienen den ersten Hüttenhonig produzieren dauert es übrigens noch einige Monate. Zunächst müssen die Ableger mit Zuckersirup aufgefüttert werden, damit die Völker wachsen und genug Nahrung für den Winter einlagern können. In der Zeit lernen die neuen Hobbyimker dabei direkt an den Bienenvölkern wie man mit ihnen umgeht, erläutert Böhlken.

Teile den Bericht

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.