Bildungssenatorin Claudia Bogedan (links) und Pädagogik-Expertin Ilse Wehrmann sind sehr zufrieden mit der innenstadtnahen Betreuungseinrichtung. Im kommenden Jahr soll noch ein zweites Kita-Haus dazukommen. Foto: Schlie
Kinderbetreuung

Toben und klettern in der City

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Die Kita „Walljunioren“ bietet 40 Plätze für Kinder, deren Eltern in der Innenstadt arbeiten. Die Idee für das Projekt hatten die Wirtschaftsjunioren der Bremer Handelskammer.

Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die in oder nahe der Bremer Innenstadt in Vollzeit arbeiten: Seit Anfang September werden in der Kita „Walljunioren“ am Wall 40 Kinder betreut. Zwei Gruppen für Kinder im Alter von acht Wochen bis drei Jahren umfassen je 10 Kinder, eine Gruppe mit 20 Kindern besteht aus Drei- bis Sechsjährigen.

In absehbarer Zeit sollen noch ein weiteres Kitahaus dazu kommen, sodass insgesamt 100 Kinder am Wall zur Kita gehen können.

Wirtschaftsjunioren der Handelskammer hatten Gründungsidee

Entstanden ist das Projekt auf Initiative der Bremer Handelskammer: Die Wirtschaftsjunioren der Kammer hatten die Idee, in Absprache mit dem Bildungsressort eine ganzjährige Betreuung mit möglichst umfangreichen Betreuungszeiten anzubieten.

Nach einer langen Planungszeit und der Suche nach einem geeigneten Standort wurden sie schließlich am Wall fündig – eine Immobilie der Gesellschaft Müller & Bremermann wurde daraufhin den Kinderbedürfnissen entsprechend umgebaut. Mit Erfolg: Eltern, die in der Stadt arbeiten, können ihre Kinder nun täglich von 7 bis 18 Uhr in der Einrichtung abgeben.

PME Familienservice leitet die Kita

Betreut wird die Kita durch die gemeinnützige Gesellschaft PME Familienservice. Mit an den Planungen beteiligt war auch die Frühpädagogik-Sachverständige Ilse Wehrmann. Sie hat das pädagogische Konzept entwickelt und ist froh über das Ergebnis.

„Kinder gehören ins Zentrum der Stadt, aber auch ins Zentrum des Denkens“, sagt sie und betont: „Dazu gehören verlässliche Betreuung und gut ausgebildetes Personal. Der PME Familienservice ist ein Träger, der großen Wert auf gut ausgebildete Fachkräfte legt und den Erziehern die Wertschätzung entgegenbringt, die sie verdienen.“

Spielplatz in den Wallanlagen geplant

Eine Grundidee der Kita ist laut Wehrmann, den Entdeckergeist der Kinder zu fördern. „Jeder Tag soll spannend sein. Darum bieten wir zahlreiche Klettermöglichkeiten, Spielgeräte und verwinkelte Gänge über zwei Etagen an“, sagt sie.

Die Plätze wurden nach der Bekanntgabe sehr schnell belegt. Hinzukommen soll auch noch ein Spielgelände unter freiem Himmel: Auf Höhe der Bischofsnadel ist ein nahe gelegener Spielplatz in den Wallanlagen geplant.

Kosten von 2,5 Millionen Euro

Die Kosten für den Umbau der Immobilie zur Kita betrugen bisher knapp über eine Million Euro, für den zweiten Teil der Einrichtung werden für die Stadt Bremen noch einmal 1,5 Millionen fällig. Die Eröffnung des zweiten Hauses ein paar Meter weiter ist für April 2019 geplant.

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