Die Grippesaison beginnt: Zeit zur Vorsorge - auch wenn es etwas piekst.
Gesundheit

Die Grippesaison beginnt: über 80.000 Impfungen

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Die lauen Herbsttemperaturen sind vorüber, es wird kälter: Die Grippesaison beginnt. Zeit vorzusorgen. In dieser Saison wird in Bremen grundsätzlich der Vierfach-Impfstoff zur Grippeprävention verabreicht.

Von Charlotte Falkenberg 

Bereits im Frühjahr hat der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen entschieden, jetzt grundsätzlich den Vierfach-Impfstoff bereitzustellen. In den vergangenen Jahren hatten Krankenkassen den Dreifach-Impfstoff bevorzugt. Der ist zwar günstiger, zeigt aber große Schwächen im Schutz vor zirkulierenden Grippeviren.

Nach der Empfehlung der Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts wird die Dreifach-Variante nun nicht mehr verabreicht, zumal in der vergangenen Saison besonders viele Menschen erkrankten.

Impfungen besonders für Risikogruppen wichtig

Allein im Bundesland Bremen meldeten die niedergelassenen Ärzte 1.310 Influenza-Fälle, wie Christoph Fox sagte, der Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen. „80.700 Menschen haben sich in Bremen und Bremerhaven bei niedergelassenen Ärzten impfen lassen. Dazu kommen Impfungen beim Gesundheitsamt und weiteren Impfstellen“, sagt der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung.

Besonders Risikogruppen wird der Grippeschutz empfohlen. „Garantiert ist der Vierfach-Schutz für Versicherte ab 60 Jahren und für bestimmte Risikogruppen, wie Schwangere oder chronisch Kranke“, sagt Holm Ay von der Handelskrankenkasse Bremen. „Patienten, die keiner Risikogruppe angehören, aber zum Beispiel berufsbedingt häufigen Kontakt mit Menschen haben, sollen sich individuell mit ihren Ärzten besprechen“, sagt Fox.

Grippe-Höhepunkt meist im Januar

Der Unterschied zwischen einer Erkältung, also einem grippalen Infekt und einer Grippe ist im Verlauf und an der Schwere der Symptome erkennbar. Influenza-Viren sind laut Robert-Koch-Institut bei niedrigen Temperaturen in trockener Luft am stabilsten.

In diesem Klima sind die Schleimhäute der oberen Atemwege gereizter und somit anfälliger für Infektionen. Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen und Heiserkeit treten daher üblicherweise sehr plötzlich auf.

Die Grippesaison erstreckt sich Experten zufolge von Oktober bis Ende des Frühjahres. Den Höhepunkt, die sogenannte Grippewelle, erreicht Bremen meist im Januar.

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