Ab sofort ist die Grippeschutzimpfung in den Arztpraxen möglich. Foto: Bosse Es ist nur ein kleiner Pieks: Zehn bis 14 Tage nach einer Grippeimpfung besteht laut der Osterholzer Gesundheitsamtsleiterin Nicole Spannhoff ein etwa 80-prozentiger Schutz vor der Influenza. Foto: Bosse
Gesundheit

Jetzt ist der optimale Zeitpunkt zur Grippeimpfung

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Alljährlich um die Jahreswende herum schwappt die Grippewelle über das Land. Um sich dieser zu entziehen, raten Mediziner jetzt zur Schutzimpfung.

Dann kann Weihnachten ja kommen. Anfang der Woche ließ sich der Weihnachtsmann in Hannover gegen die Influenza impfen. Im Rahmen dieses Presse­termins läuteten Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) und Matthias Pulz, Präsident des Landesgesundheitsamtes, die diesjährige Grippeschutzimpfsaison ein.

„Wir dürfen die Grippe nicht unterschätzen! Bei der echten Virusgrippe gibt es schwere Krankheitsverläufe, die zu ernsten Komplikationen führen können“, wirbt die Ministerin für eine Impfung.

Grippe nicht mit einer Erkältung verwechseln

Dem pflichtet Nicole Spannhoff, Leiterin des Osterholzer Gesundheitsamtes, bei. „Ich denke, viele Menschen verwechseln die Influenza mit einem gewöhnlichen Infekt der oberen Atemwege“, sieht sie einen möglichen Grund für die auch nach Jahren intensiver Kampagnen immer noch vorherrschende „Impf­müdigkeit“.

Eine Untersuchung der kassenärztlichen Vereinigung habe ergeben, dass sich nur rund 35 Prozent der über 60-Jährigen, denen dies empfohlen wird, gegen die Grippe impfen ließen. „Wünschenswert wäre eine Impfquote von um die 75 Prozent“, sagt die Amtsärztin. Erst dann könnte dem Auflaufen einer so genannten Grippewelle Einhalt geboten werden.

Nach 14 Tagen ist der Impfschutz aufgebaut

Jetzt sei der optimale Zeitpunkt, um sich impfen zu lassen. Spannhoff empfiehlt den Gang zum Hausarzt allen Menschen ab 60 sowie all jenen, die etwa in medizinischen, pflegerischen oder pädagogischen Berufen viel mit anderen Menschen zu tun haben.

„Es ist letztlich nur der kleine Pieks. Dann dauert es zehn bis 14 Tage, bis der Impfschutz aufgebaut ist.“ Zu zirka 80 Prozent sei man dann vor der echten Grippe gefeit, die den Patienten im Fall des Falles schonmal für zwei Wochen „flachlegen“ kann. „Einen 100-prozentigen Schutz gibt es zwar nicht, aber selbst wenn jemand trotz Impfung die Grippe bekommt, ist der Verlauf meist deutlich schwächer ausgeprägt als ohne vorherige Impfung“, erklärt die Medizinerin.

Unabhängig von einer Influenza-Impfung empfiehlt Nicole Spannhoff zum Start der Saison eine stets gründliche Handhygiene, regelmäßiges Lüften der Räume und nach Möglichkeit sportliche Betätigung. „Das sind die kleineren Maßnahmen, um sich vor einer Infektion zu schützen.“

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