Eigentlich hofften die Polizeibeamten Hinweise zu Einbrüchen zu erhalten, ins Netz gingen stattdessen Personen, die unter Drogeneinfluss mit dem Auto unterwegs waren oder etliche Waffen dabei hatten. Foto: Richter Eigentlich hofften die Polizeibeamten Hinweise zu Einbrüchen zu erhalten, ins Netz gingen stattdessen Personen, die unter Drogeneinfluss mit dem Auto unterwegs waren oder etliche Waffen dabei hatten. Foto: Richter
Großkontrolle

Länderübergreifende Polizeiaktion „erkenntnisreich“

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Die Polizeiinspektionen Delmenhorst/Oldenburg-Land, Bremen und Diepholz haben am Mittwochabend länderübergreifende Kontrollen durchgeführt. Hintergrund für die Aktion war die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen.

Die meisten Wohnungseinbrüche verzeichnen die niedersächsischen Inspektionen im Grenzbereich zu Bremen. Ziel der Maßnahme sollte es sein, Straftaten aufzuklären, kriminelle Strukturen zu erkennen und weitere ermittlungstaktische Erkenntnisse zu gewinnen, welche zur Aufklärung von Einbruchstaten führen.

In Delmenhorst wurden zwischen 18 und 23 Uhr zwei Kontrollstationen eingerichtet. Überwacht haben die Beamten sowohl den stadteinwärts als auch den stadtauswärts fahrenden Verkehr. Insgesamt haben die Polizisten 110 Fahrzeuge angehalten. 35 Fahrzeuge und 50 Personen wurden einer genaueren Kontrolle unterzogen und durchsucht. Dabei wurden Verstöße gegen das Fahrerlaubnisrecht, das Waffen-und das Betäubungsmittelgesetz festgestellt. Zudem lagen Urkundenfälschungen, missbräuchliche Nutzungen von Kennzeichen und Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz vor. Außerdem wurden 19 Verkehrsordnungswidrigkeiten geahndet.

Bekifft Auto gefahren

Bereits zehn Minuten nach Kontrollbeginn haben die Beamten einen Opel-Fahrer angehalten, der in Richtung Bremen unterwegs war. Der 35-jährige Mann aus Delmenhorst, war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Zudem zeigte er körperliche Auffälligkeiten, die auf den Konsum von berauschenden Mitteln deuteten. Ein durchgeführter Test erhärtete den Verdacht und zeigte eine mögliche Beeinflussung durch Marihuana an.

Um 18.30 Uhr sollte ein in Richtung Bremen fahrender Daimlerfahrer kontrolliert werden. Kurz vor der Kontrollstelle bog der Fahrer in eine Nebenstraße ab und versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen. Die eingesetzten Kontrollbeamten waren auf derartige Fluchtversuche aber vorbereitet und konnten den Pkw im Hermannsweg stoppen. Am Steuer befand sich ein 55-jähriger Delmenhorster, der in der Vergangenheit schon mehrfach wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis aufgefallen war. Gegen ihn wurde ein erneutes Strafverfahren eingeleitet.

Beutel mit Marihuana dabei

Angehalten wurde zudem der Fahrer eines BMW SUV, weil er auf dem Weg nach Delmenhorst mit seinem Smartphone spielte. Bei der Kontrolle ließ der 36-jährige Bremer einen Beutel fallen, den er unter sein Auto schieben wollte. Die kontrollierenden Beamten bemerkten diesen Versuch aber und hoben den Beutel auf. Er beinhaltete eine geringe Menge Marihuana.

Da der 36-Jährige körperliche Auffälligkeiten zeigte, die auf eine Beeinflussung durch Marihuana deuteten, wurde auch ihm die Durchführung eines Tests angeboten. Dieses Angebot lehnte er zunächst ab, willigte dann aber ein. Den mit Urin zu füllenden Becher nutzte er aber, um Mineralwasser aus seinem Mund hineinzuspucken. Diese Täuschung war nicht von Erfolg gekrönt. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt war auch für ihn beendet. Gegen ihn wurden Straf- und Bußgeldverfahren eingeleitet.

Verstöße gegen das Waffengesetz

Gegen 22 Uhr geriet ein 21-jähriger Bremer mit seinem alten Ford Focus in die Kontrollstelle. Dabei fiel auf, dass der Pkw nicht mehr zugelassen war. Der Bremer hatte Kennzeichen an seinem Ford angebracht, die für ein anderes Auto ausgegeben waren. Er muss sich auf ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung einstellen.

Fünf Minuten später stellten die Beamten bei der Kontrolle eines VW Polo gleich mehrere Verstöße gegen das Waffengesetz fest. Der 28-jährige Fahrer aus Bremen hatte ein verbotenes Messer in einer Bauchtasche dabei. Bei der Durchsuchung des Autos wurden zudem ein Elektroschocker, ein Schlagstock und ein weiteres Messer gefunden.

Neben den festgestellten Verstößen wurden viele Erkenntnisse gewonnen, die bei zukünftigen Ermittlungen im Bereich der Einbruchskriminalität hilfreich werden können. Die Polizei möchte daher ähnliche Kontrollen wiederholen.

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