Einer der Köche in dem vietnamesischen Imbiss: Hoai Nam Pham. Foto: Schlie
Gastrotest

Phð Viêt in der Überseestadt: Erstaunlich lecker

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Beim vietnamesischen Imbiss Phð Viêt in der Überseestadt regieren die Extreme: Einerseits wirkt der Laden von außen wie ein Ort, an dem es unvorstellbar ist, dass dort Essen serviert wird. Andererseits: dieses Essen.

Ambiente 

Es ist ein bisschen, als würde man sich auf ein Abenteuer einlassen: Der Imbiss, der von außen wie eine verlotterte Wagenburg anmutet, wirkt nicht gerade einladend. Überhaupt sieht man nur anhand von Bannern, dass hier eine Gastronomie sein muss.Folgt man dem Strom an stetig eintrudelnden Gästen, findet man sich (nachdem man erst durch eine Art Vorratskammer geht) in einer ausgebauten Parzelle wieder. Gleich vorne an ist die offene Küche, aus der es auch schon aromatisch duftet. Hier gibt man seine Bestellungen ab und sucht sich an einem der zusammengewürfelten Tische einen Platz. Zugig und schlicht gehalten, mit Stoffbahnen über den Gehwegplatten und einen Staubsauger, der unter der Sitzbank hervorguckt, ist das Ambiente sicherlich nicht das schönste. Ein Hingucker ist es aber allemal. Bunte Reispapierlampen und Gasöfen sollen die Gäste von winterlichen Temperaturen ablenken – das klappt allerdings nur bedingt. Der Imbiss ist barrierefrei, die Toilette im Container ist es nicht.

Essen  

Dann kommt das Essen und das ist einfach nur lecker:
frische Zutaten, schnell und perfekt auf den Garpunkt im Wok angebraten und mit aromatisch-pikanten Soßen verfeinert. Das Spezial Massaman-Curry mit Süßkartoffeln und Gemüse kostet 7,50 Euro. Dafür bekommen wir einen großen, gut gehäuften Teller mit bissfestem Gemüse, darunter Paprika, Zucchini, Möhren, grünen Bohnen, und Süßkartoffelscheiben. Das zarte Hühnchenfleisch in der angenehm scharfen Soße zergeht fast auf der Zunge und obendrauf liegen ein paar Erdnuss-Streusel. Auch das zweite Gericht Món xào sot dâu phông punktet mit dem Hähnchenfleisch und gebratenem Gemüse – hier gibt es noch ein paar frische Pilze dazu – und der sämig-pikanten Erdnusssoße.

Service 

Superschnell rotieren die Woks über dem Herd, welches Essen zu welchem Gast gehört, behalten die liebenswürdigen Servicekräfte ebenfalls erstaunlicherweise. Ansonsten ist Selbstbedienung angesagt.

Preise 

Beide Gerichte für 7,50 Euro – das ist ein guter Preis – vor allem angesichts von Menge und Qualität der Speise. Eine kleine Flasche Wasser (0,2l) kostet günstige 1,80 Euro, Cola ebenfalls. An alkoholischen Getränken gibt es Bier für 2,50 Euro die Flasche (0,33l).

Fazit

Wer sich nicht von Äußerlichkeiten abschrecken lässt, erlebt im Phð Viêt eine köstliche Überraschung.

Phð Viêt
Auf der Muggenburg 15
Montags bis freitags von 11 bis 16 Uhr, samstags 11.30 bis 16 Uhr
0421 / 57828762

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