Die SWB stellte am Montagabend die neue Beleuchtung am Hauptbahnhof vor. Foto: Schlie
Bremen wird heller

Dunkle Orte in Bremen: Mit LED die Angst vertreiben

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Das Bahnhofsgebäude leuchtet: 52 Leuchten wurden durch moderne Technik auf dem Bahnhofsplatz ersetzt. Nach der Vorstellung des neuen Konzeptes fordern Bremer Politiker nun, weitere dunkle Ecken in der Stadt zu erhellen.

Am Montagabend wurde der Schalter umgelegt – von nun an erstrahlen der Hauptbahnhof und der Bahnhofsplatz in einem neuen Licht. Der Stromversorger SWB hat 52 Lampen durch moderne LED-Technik ersetzt, um das gesamte Areal um den Bahnhof zu erhellen und gleichzeitig „Angsträume“ zu eliminieren.

In einer Zentrale kann die Polizei künftig das Licht eigenständig dimmen und einzelne, beliebige Bereiche bei Bedarf taghell erleuchten, um Diebstähle, Drogenhandel oder Überfälle zu verhindern.

Bei der Vorstellung des Projektes, für das die SWB rund 250.000 Euro ausgegeben hat, waren sich die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung einig, dass der neu erleuchtete Bahnhofsplatz nur der Anfang für eine Reihe ähnlicher Maßnahmen sein soll.

„Das macht sehr viel aus“

„Ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung: Wer im Dunkeln zu Fuß vom Bahnhof weggeht, fühlt sich einfach nicht sicher“, sagt etwa Lencke Steiner (FDP). „Mehr Licht sorgt für mehr gefühlte Sicherheit – das macht sehr viel aus“, freute sich die Vorsitzende der FDP-Bürgerschaftsfraktion.

Der Bahnhof sei für Steiner aber nur der Anfang: Weitere dunkle Ecken, die dringend erhellt werden müssten, seien ihrer Meinung nach der Weg entlang der Contrescarpe hinter dem Finanzamt, viele der innerstädtischen Parks, dunkle Winkel auf den Weserbrücken sowie diverse Ecken in Borgfeld und Schwachhausen.

Mit einem Bürgerschaftsantrag unter dem Titel „Licht in dunkle Gassen“ will die FDP-Fraktion nun selbiges erreichen. Sowohl die Grünen als auch die SPD haben bereits Zustimmung signalisiert.

CDU: Domshof und Marktplatz erhellen

Auch die CDU-Fraktion legte einen Antrag vor: Sie fordert den Senat auf, ein Konzept für die Installation von neuer Beleuchtung an herausragenden und relevanten Kulturdenkmälern vorzulegen. Dazu gehören etwa der Bereich Liebfrauenkirchhof, der Domshof, der Marktplatz, der Grasmarkt und die Domsheide. Das Konzept solle in Zusammenarbeit mit der Landesdenkmalpflege entstehen.

Eine weitere Maßnahme plant die SWB im kommenden Jahr: Der Gustav-Deetjen-Tunnel soll neu beleuchtet werden, auch hierfür sind rund 250.000 Euro eingeplant. Langfristig soll zudem endlich die Discomeile neue Lichtquellen bekommen, ein Zeitplan steht hierfür allerdings noch nicht fest. Zudem will die SWB bis Ende 2019 einen großen Teil der Bremer Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umstellen.

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