Nur für das Foto zog Mäurer die Koch-Kleidung über, ansonsten überließ er die Zubereitung des leckeren Menüs lieber den Profis Volker Ahlring (l.) und Gesa Rengstorf. Foto: Bollmann
Promi-Kochen im na'

Mäurer: mehr Sauberkeit und Sicherheit in Bremen

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„Ich kann gar nicht kochen, nur Klassiker wie Nudeln“, bekannte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) bei der jüngsten Ausgabe des Promi-Kochens im Nachbarschaftshaus ("na") in Gröpelingen. Doch es wurde auch politisch.

Statt an Kochtopf und Pfanne wollte Mäurer stattdessen lieber am Tischtuch mit den Bürgern ins Gespräch kommen und hören, was ihnen unter den Nägeln brennt. Und eine ganz besondere Nachricht hatte der Senator auch noch im Gepäck: „Der heutige Abend ist der Beginn einer häufigeren Präsenz in Gröpelingen. Wir haben uns vorgenommen, einige Dinge grundlegend zu ändern“, sagte Mäurer

Was es mit dieser Ankündigung auf sich hatte, erläuterte Mäurer mit dem Beispiel des Bahnhofes, wo der Müll gegenwärtig noch – wie in Gröpelingen ein großes Thema sei. Allerdings habe man für den Bahnhof bereits Lösungen für die Probleme auf den Weg gebracht. Das Areal werde seit kurzem mit moderner LED-Technik beleuchtet. Die laufe zur Zeit aber nur mit 30 Prozent Leistung, lasse sich bei Bedarf aber jederzeit auf 100 Prozent hochfahren.

Mehr Sicherheit und Sauberkeit am Bahnhof

Als nächstes stehe die nachhaltige Müllbeseitigung und der vermehrte Einsatz des Ordnungsdienstes auf der Tagesordnung, erläuterte Mäurer. So solle die Taktfrequenz der Reinigung erhöht und Vergehen geahndet werden. Erfolge habe man auch schon bei den Wartehäuschen zu verzeichnen, wo die Trinkerszene mittlerweile verdrängt sei.

Zudem sollen zum Jahreswechsel 100 neue Kameras auf dem Bahnhofsplatz in Betrieb genommen werden und eine rund um die Uhr besetzte Wache errichtet werden. Ferner wolle man Ausweichorte für die Trinker- und Obdachlosenszene schaffen, wie etwa einen betreuten Treffpunkt nebst Toilettenanlage.

„Das Thema Bahnhof habe ich in Gedanken schon durch. In drei Monaten wird man ihn nicht wiedererkennen. Das wollen wir auch in Gröpelingen“, erklärte der Senator. Gegenwärtig gebe es im Stadtteil ein Müll- und ein massives Drogenproblem und Orte, wo viele Bürger im Dunkeln nicht durchgehen mögen.

Mehr Sicherheit soll es auch in Gröpelingen geben

„Wir sorgen dafür, dass mehr Polizei hier hin kommt und, dass mehr gereinigt wird. Wir brauchen aber auch ein System, dass von den Bürgern mehr Verantwortung übernommen wird. Wir brauchen ein breites Programm für den Stadtteil“, sagte der Senator. Dazu gehöre auch, dass Angstorte künftig stärker beleuchtet werden.

Bereits in der kommenden Woche will Mäurer den Auftakt für die Initaitive geben: „Heute Abend ist schon so etwas wie der Anfang.“ In der kommenden Woche soll es dann bereits ein Treffen von Vertretern des Präventionsrates, der Behörde, der Wohnungswirtschaft, des Ortsamtes und weiteren Initiativen aus dem Stadtteil geben.

Dort soll dann besprochen werden, welche Schwerpunkte es geben soll und wer sich an der Umsetzung konkret beteiligen kann.

Die Gäste im na‘ zeigten sich natürlich gespannt, wie es mit der Umsetzung dieses Projektes weitergeht und erörterten mit dem Senator – beim leckeren Menü – noch eine ganze Reihe weiterer politischer und persönlicher Themen.

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