Auch bei Ariane sind Stellen in Bremen bedroht. Grund sei die schwierige Lage am Raketenmarkt. Symbolfoto: Schlie
Beschäftigung

Drohender Personalabbau bei Airbus & Co.

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Der Luft- und Raumfahrtstandort Bremen ist laut der IG Metall in mehreren Bereichen von massivem Personalabbau bedroht. Die Betriebsräte informierten deshalb heute an einem Aktionstag die betroffenen Belegschaften.

Airbus Operations, Airbus A400M, Premium Aerotec, Defence and Space sowie Ariane: In diesen Bereichen müssen die Beschäftigen laut der IG Metal Bremen mit Personalabbau rechnen.

So seien zunächst zwei der fünf Bremer Airbus-Betriebe betroffen: Ariane und A400M. „Von den über 1.000 Beschäftigten in Bremen werden vor allem Leiharbeitnehmer abgebaut: Über 600 soll es insgesamt treffen“, sagt Ernesto Harder, politischer Sekretär bei IG Metall Bremen.

Zudem seien 100 Stellen der 500 Stammbeschäftigten von Abbau oder Verlagerung bedroht.  “In der Konsequenz verliert der Standort Bremen damit Kompetenzen und Perspektive,” bilanziert der Betriebsratsvorsitzende von A400M in Bremen, Frank Axonoff.

Einer der Gründe: Von ehemals über 20 Maschinen A400M-Maschinen im Jahr soll die Rate stufenweise auf nur noch acht Maschinen im Jahr 2020 reduziert werden.

Von hausgemachten Ursachen

Auch bei Ariane sei die Situation angespannt: Bei mindestens einem Viertel der Bremer Belegschaft, also etwa 130 Beschäftigten, könnten die Stellen wegfallen. Konzernweit sind 2.400 von 9.000 Arbeitsplätze bedroht.

Grund sei laut Ernesto Harder die aktuell schwierige Situation am Raketenmarkt. „Eine weitere Ursache ist allerdings hausgemacht“, sagt er: „Die Trennung von Airbus Defence and Space hat Ariane geschwächt“, ist sich Harder sicher.

Judith Bohl, Betriebsrats- und Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Ariane-Group, sieht die Politik in der Pflicht: „Die EU muss Ariane mehr Aufträge erteilen, um die europäische Raumfahrt nicht nachhaltig zu beschädigen.“ Andererseits müsse aber auch das Unternehmen Energie in neue Zukunftsthemen stecken. „Personalabbau ist da der falsche Weg“, sagt Judith Bohl.

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