Die Bremer Stadtmusikanten sind das Symbol der Bürgerstiftung. Susanne Grobien und Vorsitzender Eberhard Muras engagieren sich seit Jahren im Vorstand. Foto: Schlie
Stiftungen in Bremen

„Bremen gemeinsam bewegen“

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Die Bürgerstiftung fördert viele Projekte – aktuell steht Schwimmunterricht für Kinder im Fokus. Das hängt vor allem mit den zahlreichen Badeunfällen in diesem Jahr zusammen.

335 an der Zahl (Stand Ende 2017): In Bremen gibt es bundesweit nach Hamburg die zweitmeisten Stiftungen. Eine der wichtigsten von Ihnen ist die Bremer Bürgerstiftung. In der Serie „Stiftungen in Bremen“ stellt der WESER REPORT die prominentesten der Hilfsorganisationen vor.

Mit zwölf Vorstandsmitgliedern und einem 13-köpfigen Stiftungsrat ist sie eine der größten Stiftungen der Hansestadt. Allein in den letzten drei Jahren hat die Stiftung rund 120 Projekte mit einer Fördersumme von 250.000 Euro unterstützt – darunter unterschiedliche Projekte wie den Mandela-Cup des Pan-Afrikanischen Kulturvereins, die Sanierung des Grambker Seebads oder die Errichtung einer Gedenkstätte in Habenhausen für auf der Flucht gestorbene Menschen.

Erwachsene sollen Schwimmtests wiederholen

Ging es in den vergangenen Jahren vor allem um Projekte zur Integration Geflüchteter, steht nun eine andere Gruppe im Fokus: Kinder, die nicht schwimmen können. „Die vielen Badeunfälle in diesem Sommer haben es leider wieder gezeigt: viel zu wenig Kinder können richtig schwimmen oder lernen es zu spät“, sagt der Vorstandsvorsitzende Eberhard Muras.

Darum möchte die Bürgerstiftung jetzt konkrete Projekte fördern, um Bremer Kindern bessere Schwimmkenntnisse zu vermitteln. „Wir befinden uns derzeit in Gesprächen mit der DLRG und dem Sportbund“, erklärt Susanne Grobien, die ebenfalls im Vorstand tätig ist. Vorstellen könne sie sich etwa ein Event mit dem Namen „Urkunde erneuern“, bei dem Erwachsene testen sollen, ob sie noch immer die Anforderungen ihrer damaligen Schwimmurkunden erfüllen können.

Fair-Play-Projekte geplant

Dabei werden für eine bestimmte Strecke Spenden gesammelt. Ebenfalls angedacht ist ein Fair-Play-Projekt, das über den Fußball neue Verbindungen schaffen soll. „Bremen gemeinsam bewegen lautet das Ziel“, sagt Grobien.

Ein Highlight der Stiftungsarbeit ist der seit 2005 jährlich vergebene Hilde-Adolf-Preis. In Erinnerung an die früh verstorbene Bremer Sozialsenatorin Hilde Adolf soll der Preis beispielgebende besondere Leistungen des bürgerschaftlichen Engagements und der Bürgerbeteiligung hervorheben.

Vahrer Löwen gewinnen Hilde-Adolf-Preis

Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert und wird von der Bürgerstiftung ausgelobt. In diesem Jahr gewann der Verein Vahrer Löwen, der ein Netzwerk aus Initativen und Einrichtungen im Stadtteil geschaffen hat. Besonders die Bündelung der Aktivitäten auf dem Gebiet der Seniorenarbeit im Stadtteil sei hierfür der Grund gewesen, teilte die Stiftung mit.

Ähnlich innovative Ideen versucht die Bürgerstiftung nun in den Stadtteilen zu finden und zu unterstützen. Unter dem Motto „Zusammenleben im Quartier“ sollen in diesem Jahr besonders Projekte unterstützt werden, in denen sich Menschen für nachbarschaftliche Verbundenheit einsetzen.

„Eine Bürgerstiftung ist nur so gut wie ihre Bürger“

Darum soll es auch in Zukunft gehen. Hierzu sagt Eberhard Muras: „Damit wir auch künftig erfolgreich bleiben, sind wir auf jede (kleine) Spende angewiesen. Denn eine Bürgerstiftung ist nur so gut wie das Engagement ihrer Bürger“.

Mehr Infos unter bürgerstiftung-bremen.de

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