Der Bremer Himmel wird von Feuerwerk erleuchtet. Foto: Schlie Feuerwerk über der Bremer Schlachte. Über Sinn und Unsinn lässt sich trefflich streiten. Foto: Schlie
Ansichtssache

Pro & Contra: Feuerwerk zu Silvester

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Feuerwerk und Silvester gehören zusammen - oder etwa nicht? Richard Eickel, Geschäftsführer von Comet Feuerwerk, und Brigitte Wohner-Mäurer, Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins sind unterschiedlicher Meinung.

Feuerwerk zu Silvester?

Pro: Richard Eickel, Geschäftsführer Comet Feuerwerk

Hinter dem Feuerwerk am Silvesterabend steht eine lange Tradition – bereits vor über 2.000 Jahren feierten die Römer den Jahreswechsel. Um böse Geister zu vertreiben, veranstalteten die Germanen am Jahresende jede Menge Lärm und zündeten Holzräder an. Daher rührt der Brauch, an Silvester Feuerwerkskörper anzuzünden.

Das neue Jahr mit Raketen, Batterien und Böllern zu begrüßen, ist Teil unserer Kultur geworden und gehört für viele genauso dazu wie beispielsweise Raclette oder ‚Dinner for one‘. Darüber hin­aus bietet Feuerwerk für Jung und Alt ein tolles Schauspiel am Nachthimmel.

Bei der Nutzung von Feuerwerkskörpern ist Rücksichtnahme gegenüber anderen, egal ob Mensch oder Tier, immer angebracht. Wichtig ist auch ein verantwortungsvoller Umgang – bei Beachtung der Gebrauchsanweisung steht einem Silvesterfeuerwerk nichts im Weg.

Contra: Brigitte Wohner-Mäurer, Vorsitzende Bremer Tierschutzverein

Bei den meisten Tieren löst das Feuerwerk zu Silvester Angst und Schrecken aus. Besonders Hunde und Katzen haben enormen Stress, da sie ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen.

Während die Tierhalter bei ihren Haustieren Vorkehrungen treffen können, sind die Wildtiere den leuch­tenden Raketen völlig ungeschützt ausgesetzt und geraten oftmals in Panik. Ein Böllern in der Nähe von Waldrändern, auf Waldlichtungen, in Parkanlagen oder Höfen mit Tierhaltung sollte daher ohnehin tabu sein, denn scheue Wildtiere in Wald und Flur reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Auch bei Pferden und Rindern, die auf Weiden gehalten werden, besteht die Gefahr, dass sie in Panik geraten und ausbrechen.

Hinzu kommt, dass für wenige Stunden Spaß viele Millionen Euro ausgegeben werden – Geld, das man viel sinnvoller einsetzen könnte. Wir appellieren daher auch dieses Jahr wieder an alle Bürger, das Geld lieber einem guten Zweck zukommen zu lassen.

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