Rund 16 Kameras sollen das Wachstum der Pflanzen dokumentieren. Foto: DLR (CC-BY-3.0)
Wissenschaft

Bremer schicken Tomaten in den Weltraum

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Um 19.34 Uhr unserer Zeit hieß es gestern Abend im weit entfernten kalifornischen Vandenberg "Lift-off!" - Startschuss für den Bremer Forschungssatelliten. Er hat eine besondere Mission: Tomaten im Weltall züchten.

Zusammen mit 70 anderen Flugkörpern wurde der Satellit „Eu:Cropis“ am Montagabend mit einer „Falcon 9“-Rakete ins All geschossen. Mit an Bord: zwölf Tomaten-Samenkörner. Sie sollen in rund 600 Kilometern Höhe erst keimen, zu Sträuchern heranwachsen und dann Früchte tragen. Ein LED-Licht bestrahlt sie, zu Düngemittel umfunktioniertes Urin lässt sie wachsen.

Der Satellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt aus Bremen ist ein schwebendes, um sich selbst drehendes Gewächshaus im Weltraum. So sollen die Gravitationskräfte von Mars und Mond simuliert werden. Die Forscher erhoffen damit Erkenntnisse und Techniken über Pflanzenzucht im Weltraum zu erlangen.

Transportkosten einsparen

Wichtig für weitere All-Missionen, denn: Wenn sich Nahrungsmittel im Weltraum züchten lassen, könnte man auf ein Teil der von der Erde mitgebrachten Versorgungsgüter verzichten. Transportkosten und Frachtvolumen könnten eingespart werden.

Rund anderthalb Jahre soll der Satellit nun voraussichtlich im Weltraum kreisen. Danach steht die Auswertung der Ergebnisse an.

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