Die Arbeitnehmerkammer begründet die Forderung mit einer neuen Studie. Symbolfoto: pixabay
Prekäre Arbeit

Arbeitnehmerkammer: Mehr Weiterbildung für Arme

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Mehr Weiterbildungen für schlecht bezahlte Beschäftigte – das fordert die Bremer Arbeitnehmerkammer. Laut deren Studie wird Bremen aufgrund der vielen Industrie-Jobs besonders stark vom Arbeitsmarkt-Wandel betroffen sein

.„Wissen ist die Ressource der Zukunft – und zwar in allen Berufen“, betont Geschäftsführer Ingo Schierenbeck. Darum sei es besonders wichtig, vorausschauend zu planen, damit die von der Digitalisierung betroffenen Menschen nicht arbeitslos werden, sagt er.

Die Weiterbildungsquote lag in Bremen 2017 bei 58,2 Prozent, die Quote der Beschäftigten ohne Ausbildungsabschluss bei 38,4 Prozent. „Insbesondere Geringqualifizierte und Menschen mit geringem Einkommen werden bisher zu wenig durch Weiterbildungen erreicht“, mahnt Jessica Heibült, Referentin für Bildungspolitik an der Arbeitnehmerkammer.

Höheres Budget gefordert

Die Situation verbessern soll demnach ein vom Senat vorgeschlagenes Modellprojekt für Geringqualifizierte. Es ist im Katalog „Zukunft Bremen 2035“ aufgeführt und sieht vor, dass vor allem an- und ungelernte Beschäftigte vom Betrieb für Weiterbildungen freigestellt werden und einen Lohnersatz für die Zeit der Maßnahme erhalten.

Zudem erhofft sich die Kammer ein deutlich höheres Budget vom Bildungsressort: Dies solle auf mindestens zwei Millionen Euro erhöht werden, fordert Ingo Schierenbeck.

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