Computergrafik des Bauvorhabens Ellener Hof 2019 beginnen die Bauarbeiten am Ellener Hof. Dort sollen rund 500 Wohnungen entstehen. Foto: Bremer Heimstiftung
Baugebiete

Wo in Bremen 2019 neue Wohnungen entstehen

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Bremen will den Wohnungsbau in den kommenden Jahren noch stärker vorantreiben. Schon 2018 wurden rund 2.500 Baugenehmigungen erteilt, so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die größten Projekte in der Übersicht.

Zu den größten Bauprojekten, die jeweils mehr als 1.000 Wohneinheiten umfassen sollen, gehören derzeit die Gartenstadt Werdersee, das Hulsberg-Quartier, das Brinkmann-Gelände in Woltmershausen und die Ga­lopprennbahn in der Vahr. Für das Brinkmann-Gelände und die Galopprennbahn benötigen die Planer aber noch einige Jahre, bevor detaillierte Pläne vorliegen.

Lange hatte es gedauert, bis das Projekt Gartenstadt Werdersee anlaufen konnte. Die Vorhaben auf dem 17 Hektar großen Gelände zwischen Huckelrieder Friedhof, Fellendsweg, Werdersee und Habenhauser Landstraße realisieren eine Projektgesellschaft und das Wohnungsunternehmen Gewoba. Geplant sind rund 380 Reihen- und Doppelhäuser sowie mehrere Eigentumswohnungen.

Gartenstadt Werdersee

Schon 2015 sollten die ersten Wohnungen bezugsfertig sein, aber es kam anders. Die Diskussionen zwischen Behörden, Bauherren, Experten und Anwohnern hatten die Planungen um Jahre verzögert. Nun soll der erste Bauabschnitt Ende 2019 stehen. Das gesamte Projekt der „Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“ soll 2024 abgeschlossen sein. Die Baukosten belaufen sich auf rund 200 Millionen Euro.

Ähnlich kompliziert und langwierig geht es beim Hulsberg-Quartier zu. Auf der bisher vom Klinikum Mitte genutzten Fläche sollen insgesamt 1.200 Wohnungen entstehen. Da sich der Neubau und damit der Umzug des Klinikums aber um insgesamt fünf Jahre verschoben hat, dürfte das Wohnprojekt erst 2025 stehen. Ursprünglich war schon 2019 geplant, wie Florian Kommer von der Gesellschaft Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte (GEG) sagt.

14 Hektar Fläche

Der Bebauungsplan für die 14 Hektar große Fläche wurde im Mai 2018 beschlossen. Insgesamt sollen rund 380 Millionen Euro investiert werden. 30 Prozent davon stammen aus öffentlichen Mitteln. 30 Prozent der Wohnungen sollen Sozialwohnungen werden, 20 Prozent sollen von Baugemeinschaften errichtet werden.

Zusätzlich zu den Mega-Projekten sind weitere Wohngebiete vorgesehen. Dazu gehören etwa der Ellener Hof in Osterholz mit 500 Wohnungen, der Schuppen 3 in der Überseestadt mit 520 Wohnungen und das Mühlenviertel in Oberneuland mit 250 Wohnungen. Etwas kleiner fallen die Bauprojekte am Stephanitor aus. Dort sollen 94 Wohnungen gebaut werden. Im Tauwerkquartier in Grohn sind rund 110 Wohnungen vorgesehen und im Cecillien-Quartier in der Überseestadt 136.

144 Wohnungen in Arsten

Hinzu kommen 144 Wohn­ungen in Arsten an der Hans-Hackmack-Straße, 154 in den Überseegärten, 200 in der Hafenpassage in der Überseestadt, 70 an der Otto-Brenner-Allee in Osterholz-Tenever und 84 beim Blauhaus in der Überseestadt.

In den kommenden Jahren sollen nach Angaben des Umweltressorts insgesamt jeweils rund 2.000 Wohneinheiten genehmigt werden. Mit dem Bauboom reagiert Bremen auf den pro­gnostizierten Zuzug. Bis zum Jahr 2035 soll die Zahl der Einwohner Hochrechnungen zufolge um mehr als 20.000 ansteigen. Derzeit leben in der Hansestadt rund 566.000 Menschen.

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