Derzeit wird das sogenannte Amtshaus saniert. Eigentlich ist dort eine Kita untergebracht. Die Gruppen kommen während der Arbeiten in der Scheune und in Containern unter. Foto: Harm Derzeit wird das sogenannte Amtshaus saniert. Eigentlich ist dort eine Kita untergebracht. Die Gruppen kommen während der Arbeiten in der Scheune und in Containern unter. Foto: Harm
Blumenthal

Sanierung der Burg Blomendal im April abgeschlossen

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Die Arbeiten an der mittelalterlichen Burg in Blumenthal und der Scheune sind abgeschlossen, nun folgen das Amtshaus und das Kutscherhaus: In drei Monaten soll auf der Anlage wieder Normalzustand herrschen.

Ab April soll die Burg Blomendal wieder frei von Baufahrzeugen, Werkzeugen und Co. sein. Den Planungen nach sollen dann die Sanierungsmaßnahmen an der im Jahr 1354 errichteten Wasserburg abgeschlossen sein. Ursprünglich war das schon etwas eher geplant, doch es kam an einigen Stellen zu Verzögerungen.

„So ein altes Gebäude ist immer eine Wundertüte – man weiß nie genau, was man bekommt“, sagt Peter Schulz, Sprecher der städtischen Liegenschaftsverwaltung Immobilien Bremen (IB). So gab es unter anderem Schwierigkeiten mit den Fundamenten der Scheune. Der Trägerverein der Burg Blomendal trägt die Verzögerung grundsätzlich mit. „Alles findet immer in enger Abstimmung mit uns statt. Und wir sind froh, dass die Substanz gründlich und fundiert saniert wird“, Klaus Peters, Vorsitzender des Vereins Burg Blomendal.

Derzeit laufen die letzten Arbeiten im Amtshaus, eine später angefügte Nebenanlage der Burg, die als Kita genutzt wird. Die Kinder und Erzieher kommen während der Bauarbeiten in der bereits sanierten Scheuen und in Containern unter. Im Amtshaus selbst werden unter anderem neue Heizkörper, eine außenliegende Fluchttreppe sowie ein Aufzug an der Gebäuderückseite installiert.

Kita kann Ende Februar wieder umziehen

Auch das Dach wird saniert. Dort muss teilweise schadhaftes Gebälk ausgetauscht und Dämmung eingebaut werden. Auch die alten Kastenfenster werden in Absprache mit der Denkmalpflege erneuert, da sich im Zwischenraum Feuchtigkeit sammelte, was wiederum zu Schimmelbildung führte.

Die Maßnahme an der Burg und der Scheune kostete 1,2 Millionen Euro. Für das Kita-Gebäude und das Kutscherhaus kommen 890.000 Euro hinzu. Zusätzliche 135.000 Euro kostet es, die Scheune für die Kita-Kinder herzurichten und Container aufzustellen.

Wenn nun keine Überraschungen in der Wundertüte Burg Blomendal mehr auftreten, können die Gruppen voraussichtlich Ende Februar zurückziehen. Im Anschluss wird die Scheune innen wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt, außerdem werden die Container bis Ende März abgebaut. Von Februar bis April plant IB, das Fachwerk und das Dach des kleinen Anbaus des Kita-Gebäudes, das Kutscherhaus, zu sanieren.

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