Gemeinsam für die Minigolf-Anlage: Michael Rodschies, Sebastian Hintzen, Ludwig Wolter, Hans-Peter Eggers, Lars Tillmann und Peter Nowack (von links). Foto: Harm Gemeinsam für die Minigolf-Anlage: Michael Rodschies, Sebastian Hintzen, Ludwig Wolter, Hans-Peter Eggers, Lars Tillmann und Peter Nowack (von links). Foto: Harm
Freizeit

Minigolf-Anlage in Blumenthal nimmt wieder Form an

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Der Förderverein Bürgerstiftung Blumenthal will die Minigolf-Anlage reaktivieren und macht dabei große Fortschritte. Die Bahnen sind inzwischen freigelegt, die ersten Spenden sind angekommen und die Ideen sprießen.

Wo vor einigen Wochen noch Sträucher und Unkraut ungehindert wucherten und sich ihren Weg durchs Erdreich bahnten, haben Sebastian Hintzen und Hans-Peter Eggers zu Schaufel, Harke und Co. gegriffen und mal aufgeräumt. „Wir haben Bäume beschnitten, Laub geharkt und Müll gesammelt“, beschrieben sie einen Teil ihrer Arbeit.

Die beiden Männer sind ein wichtiger Teil des Projekts „Reaktivierung der Minigolf-Anlage“, das sich die Bürgerstiftung Blumenthal auf die Fahne geschrieben hat. 2014 hat es auf der Anlage am Kreinsloger gebrannt, der Betrieb ist daraufhin eingestellt worden. Inzwischen haben Hintzen und Eggers die 18 Bahnen freigelegt – und freuen sich, dass diese noch in einem guten Zustand sind.

Plastik- und papierfreie Minigolf-Anlage

Die Männer sind für ein Jahr bei der Bürgerstiftung unter Vertrag. Sie richten das Areal wieder her und sollen die Anlage in den ersten Monaten betreiben, also den Besuchern das Spiel erklären, kassieren und weitere Aufgaben übernehmen. Sie verdienen 2.000 Euro brutto pro Monat, durch eine Förderung des Jobcenters zahlt der Förderverein etwa 560 Euro pro Monat und pro Person, erklärt Peter Nowack, Vorsitzender des Fördervereins Bürgerstiftung Blumenthal. Diese und weitere Kosten sollen über Spenden gedeckt werden. 10.000 Euro hat allein schon Friedrich Harms zugesagt, der ehemalige Betreiber der Minigolf-Anlage.

Unterstützung bekommen Hintzen und Eggers unter anderem von den Umweltwächtern. Sie helfen dabei, das nachhaltige Umweltkonzept umzusetzen. „Wir wollen komplett auf Papier und Plastik verzichten“, sagt Nowack. Die Pommes werden auf Porzellantellern serviert und Getränke in Gläser eingeschenkt. Die Anzahl der Schläge, die früher noch auf kleinen Zetteln notiert wurden, könnten in Blumenthal künftig per App und offenem W-Lan eingetragen werden.

Chill-Out-Area mit neuem Standort

Der Vorsitzende und Ortsamtsleiter von Blumenthal geht davon aus, dass der Spielbetrieb Mitte April starten könnte. Bis dahin muss unter anderem noch das etwa 30 Quadratmeter große Häuschen wieder errichtet werden. Dort sollen der Kartenverkauf, die Gastronomie und Toiletten eingerichtet werden. Ein Architekt kümmert sich laut Nowack derzeit um den Bauantrag und die Nutzungsgenehmigung.

Ein weiterer Höhepunkt soll die Chill-Out-Area mit alkoholfreien Cocktails und Sandfläche werden. Da diese nicht wie geplant an der Bahrsplate entstehen kann, wird nun der Standort gewechselt.

Pflanzen, Findlinge und Co. gesucht

Einige Blumenthaler kommen schon lauter Vorfreude in diesen Tagen vorbei und schauen sich die Fortschritte an. Wunsch der Bürgerstiftung ist es, dass sich wieder ein Minigolf-Verein gründet, der die Anlage betreibt. Die ersten Spieler haben laut Nowack bereits Kontakt aufgenommen.

Wer auch etwas zur Reaktivierung beisteuern möchte, kann den Förderverein mit Spenden unterstützen. Nicht nur Gelder werden benötigt. Pflanzen, Dachplatten, Findlinge, Drahtzäune und weitere Materialien, um die Fläche aufzuhübschen, können vor Ort abgegeben werden.

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