Die beiden Gründer und jetzigen Geschäftsführer (von links), Walter Steinhauer und Lucian Suhrhoff, haben große Pläne für „Cup2Date“: Sie wollen ihre nachhaltigen Kaffeebecher künftig auch überregional in den Umlauf bringen. Foto: Barth
Umwelt

Cup2Date: Mit Pfandsystem gegen das Müllproblem

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Langsam aber sicher erobern sie Bremen: Die wieder verwertbaren Becher von „Cup2Date“. Rund 4.000 sind mittlerweile im Umlauf, schon 44 Bremer Cafés beteiligen sich an der Aktion der Studierenden-Firma – Tendenz steigend

Das Prinzip ist schnell erklärt: Für einen Euro kann ein „Cup2Date“-Becher gekauft werden, der Kaffee wird unterwegs getrunken, dann kann der Becher an einem der teilnehmenden Cafés abgegeben werden. Sie können bis zu 500 Mal genutzt werden, dann werden sie recycelt.

Die Geschäftsführer Lucian Suhrhoff und Walter Steinhauer haben große Pläne. Innerhalb eines Jahres ist aus dem studentischen Start-Up eine Firma geworden, die jetzt noch weiter expandieren möchte. „Wir wollen auch in der umliegenden Region vertreten sein, damit vor allem auch Pendler die Becher nutzen können“, sagt Suhrhoff.

Förderung durch die Politik

Konkret sollen bald etwa in Bremerhaven die ersten Becher verteilt werden, die dann auch in Bremen wieder abgegeben werden können. Als nächstes wollen die Gründer auch größere Ketten wie Starbucks beliefern. „Der große Traum ist natürlich, irgendwann bundesweit aus ,Cup2Date‘-Bechern zu trinken. Aber dafür bedarf es politischer Entscheidungen, die solche Nachhaltigkeitsprojekte fördern“, sagt Suhrhoff.

Förderungen wie diese: Den entscheidenden Auftrieb haben die umweltfreundlichen Becher Ende des vergangenen Jahres durch die Aktion „Mehrweg statt Müllflut“ bekommen. Die Bremer Entwicklungszusammenarbeit (EZ) finanzierte Aufdrucke von bremischen Motiven sowie den UN-Nachhaltigkeitszielen auf insgesamt 2.000 Bechern.

Zunehmendes Interesse

„Wir hoffen, dass sich dadurch immer mehr Menschen für das Projekt begeistern“, sagt Timm Kröger, einer der Organisatoren vom EZ. Kröger sieht in dem „Cup2Date“-Prinzip Potenzial. „Ich glaube, dass sich solche Projekte langfristig durchsetzen werden. Immer mehr Leute beschäftigen sich mit nachhaltigen Produkten“, sagt er.

Diesen Eindruck kann auch Christine Loerke vom Aton Kiosk@Cafe an der Faulenstraße bestätigen. „Das Interesse an den Mehrwegbechern nimmt immer mehr zu“, sagt sie. Zwar müsse vielen das Pfand-Prinzip erst einmal erklärt werden. „Aber wenn die anfängliche Zögerlichkeit erstmal überwunden ist, wollen die Kunden die Becher unbedingt weiter nutzen“, so Loerke.

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