Max Kruse Max Kruse meint, unzufriedenen Spielern solle man das im Training ruhig anmerken dürfen. Foto: Nordphoto
Rückrundenstart

Kruse fordert mehr Reibung im Team

Von
Zwei Tage vor dem Start in die Bundesliga-Rückrunde tobt bei Werder auf einigen Positionen noch ein Konkurrenzkampf. Kapitän Max Kruse findet das gut. Ihm war es in der Vorrunde zu ruhig.

„Bisher gab es noch viel zu wenig Reibung in der Mannschaft. Man muss den unzufriedenen Spielern einfach ihre Situation anmerken, denn nur zu reden bringt uns nicht weiter“, sagte  Max Kruse vor dem Rückrundenstart in Hannover.

Während der Kapitän zu den gesetzten Spielern zählt, dürfen sich andere Stammspieler der Hinrunde gar nicht so sicher sein, auch in Hannover die erste Geige zu spielen. Aktuell besonders umkämpft ist die Position des Innenverteidigers neben Niklas Moisander. Sebastian Langkamp hat die Verletzung von Milos Veljkovic am Ende der Hinrunde genutzt, um sich ins Team zu spielen.

Neue Erfahrung für Veljkovic

Für den jungen Serben ist das eine neue Erfahrung. „Er musste sich erstmal damit arrangieren, keine Startelfgarantie mehr zu haben. Aber er hat ein sehr gutes Testspiel in Südafrika gezeigt, er trainiert aktuell sehr gut und er macht er mir die Entscheidung nicht leicht“, beschreibt Trainer Florian Kohfeldt die Situation.

Doch auch in der Offensive sind längst nicht alle Fragen geklärt. Insbesondere auf den Außenbahnen hat Kohfeldt trotz der Abwesenheit von Yuya Osako (erreichte mit Japan gerade als Gruppensieger die nächste Runde der Asienmeisterschaft) eine große Auswahl.

Rashica und die Chancenverwertung

Besonders im Blickpunkt stand zuletzt Milot Rashica aufgrund seiner vergebenen Großchancen am Ende der Hinrunde. Für ihn stand deshalb in der Kurzvorbereitung das Thema Chancencverwertung ganz weit oben auf der Agenda.  „Milot hat sich intensiv damit beschäftigt. Ich erhoffe und erwarte, dass er den nächsten Schritt geht“, sagt Kohfeldt.

Auch im Mittelfeld ist längst nicht alles klar. Das hängt mit Philipp Bargfrede zusammen. Der ist nach Aussagen des Trainers nämlich trotz langer Verletzung schon wieder fit für mindestens 70 Minuten und damit auch ein Kandidat für die Startelf. Einen Härtetest mit zwei Trainingseinheiten am Dienstag überstand Bargfrede ohne Probleme.

„Ich bin grundsätzlich ein Verfechter von ausreichend Spielpraxis und einem gewissen Rhythmus, aber Bargi ist da eine absolute Ausnahme. Er kann ein halbes Jahr verletzt sein und spielt, als hätte er keine Partie verpasst“, erklärt Kohfeldt das Phänomen Bargfrede.

 

Teile jetzt den Artikel

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.