Die Stadtplaner Jörg Günther von Argeplan und Mara Hartwig aus dem Rathaus zeigen die verengte Fahrbahn der umgebauten Mozartstraße. Die Stadtplaner Jörg Günther von Argeplan und Mara Hartwig aus dem Rathaus zeigen die verengte Fahrbahn der umgebauten Mozartstraße. Foto: Möller
Stadtsanierung

„Komponistenviertel“, viel mehr als ein guter Klang

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Seit 2002 ist der Bereich Mozartstraße als Sanierungsgebiet anerkannt, noch bis 2020/21 erfolgt eine grundlegende Umgestaltung unter Einsatz von Städtebaufördermitteln. Es werden Straßen und der Wohnungsbestand saniert.

Das Mozartstraßenquartier ist kaum wiederzuerkennen. Bürgermeister Torsten Rohde erinnerte gestern bei einem Ortstermin an die weißen Blöcke, die zugunsten der neuen Bebauung mit schicken Stadtvillen weichen mussten. Seit 2002 fließen insgesamt 10,3 Millionen Euro öffentlicher Zuschüsse ins Gebiet. Der Imagewandel wird auch von der neuen Bezeichnung als „Komponistenviertel“ unterstützt.

Gerade wurde die Straßensanierung zwischen Franz-Liszt-Straße und Beethovenstraße fertiggestellt. Die Fahrbahn wurde von rund neun Metern Breite auf 4,5 Meter verengt. Weitere Engstellen lassen dem Kraftfahrzeugverkehr nur einen Raum von 3,5 Metern. 37 Stellplätze wurden im Seitenbereich geschaffen, große Sandsteinblöcke sollen ein mögliches Fehlverhalten der Autofahrer beim Abstellen ihrer Karossen unterbinden. Weitere Stellplätze gibt es in so genannten Parktaschen und auf einer neu gepflasterten und beleuchteten Fläche beim Hochhaus an der Mozartstraße 9. Für Fußgänger wurden die Wege erneuert und eine großzügige Querung am Lintelweg eingerichtet. Mit 770.000 Euro gibt Mara Hartwig die Baukosten für Verkehrswege und Regenwasserkanal an, alleine für 155.000 Euro wurden unterirdisch Versorgungsleitungen verlegt. Bis 2020/21 soll die Stadtteilsanierung abgeschlossen sein. Torsten Rohde verweist auf wichtige Institutionen, die parallel entstanden sind, wie das Haus der Kulturen oder die neue Kindertagesstätte der Lebenshilfe.

Mieter bewirtschaften gemeinsam Hochbeete

In nächster Zeit wird die Freiflächengestaltung abgerundet. Im Frühjahr werden Bäume und Hecken gepflanzt. „Für die Mieter schaffen wir Hochbeete, die sie gemeinsam bewirtschaften können“, so Stadtplaner Jörg Günther vom Büro Argeplan.

Auch die Wohnblöcke werden modernisiert. Riccardo Zinfollino von der Gesellschaft Adler Real Estate, die seit April 2017 Eigentümer von 450 Wohnungen im südlichen Abschnitt der Mozartstraße ist, sprach von rund 1,5 Millionen Euro, die investiert wurden. Hauseingänge und Treppenhäuser wurden saniert und auch die Wohnungen, die man als Leerstände übernommen hatte. „Da haben wir grundlegend, auch die Bäder, saniert“, so Zinfollino. Auf Mieterhöhungen wolle man verzichten, betonte er. Ziel sei es, die hohe Fluktuation bei den Bewohnern herunterzuschrauben.

Hochhaus bekommt eine neue Adresse

Besonders sichtbar wird der Quartiersumbau am Hochhaus, dort wird der Eingangsbereich komplett neu gebaut und auf die bisherige Gebäuderückseite verlegt. Das Haus bekommt sogar eine neue Anschrift, denn es liegt dann am Bahrenwinkler Weg.

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