Drasl vor der Handelskammer, denn er führt inzwischen auch einen erfolgreichen Handelsbetrieb. Foto: Die Gewürznuss
Start-Up

Scharfe Nüsse aus Bremen

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Die Idee kam dem Bremer Kevin Drasl in Marokko: Nüsse mit Curry oder Paprika zu kombinieren. Schon entwickelt er eine neue Produktreihe: Brotaufstriche, natürlich außergewöhnliche.

Von Insa Lohmann

Snacken mit gutem Gewissen? Das jedenfalls ist der Anspruch des Start-up-Unternehmers Kevin Drasl aus Bremen. Gar nicht so einfach, schließlich werde der Snackbereich eher mit ungesund assoziiert, weiß Hanseat. „Vegan
und Low Carb ist enorm anspruchsvoll, aber machbar.“ Mit seinem Produkt „Die Gewürznuss“ bringt der Bremer Jungunternehmer aus Horn-Lehe geröstete Nüsse und Mandeln mit pikanten Gewürzmischungen zusammen, die eine Geschmacksexplosionen im Mund auslöst.

„Die Nuss ist an und für sich ein tolles Lebensmittel“, findet er. „Und sehr gesund.“ Drasl hat salzige, würzige, süße und scharfe Kombinationen im Angebot. Die Kreationen schmecken nach kräftigem
Curry, rauchiger Paprika oder einer JalapenoCashew-Mischung, bei der der Gründer die eher scharfe Jalapeno mit der süßen Säure der Maracuja kombiniert. Übrigens auch die persönliche Lieblingssorte des  Jungunternehmers Kevin Drasl: „Die Sorte ist geschmacklich sehr komplex“, das sorge für ein äußerst intensives Geschmackserlebnis.

Keine künstlichen Zusätze

Die veganen Gewürzmischungen für seine Produkte hat Kevin Drasl selbst zusammengestellt und speziell auf die Cashewkerne, Erdnüsse und Mandeln abgestimmt. Das Besondere: Im Gegensatz zu vielen industriell gefertigten Knabbernüssen werden Drasls Gewürznüsse ohne Zuckerzusatz, Emulgatoren, tierische Bestandteile und ohne Öl hergestellt. Zwölf verschiedene Sorten hat der kreative Bremer mittlerweile in seinem Sortiment, „um jeden Geschmack abzudecken“, wie er sagt.

Und Drasl hat immer wieder neue Produktideen: So sind inzwischen auch süße Aufstriche mit Nuss-Nougat, Honige und eine Orangen-Mandelcremé dazugekommen. Herkömmliche Aufstriche empfinde er häufig als zu klebrig und zuckerhaltig. „Deswegen habe ich mich in den Bereich der Aufstriche vorgewagt“, sagt der Jungunternehmer. „Das ist sehr schnell gewachsen.“

Die Ideen stammen aus Casablanca

Seit diesem Jahr engagiert sich der Bremer zudem gemeinsam mit anderen Manufakturen aus der Hansestadt unter dem Dach der „Bremer Stadtfabrikanten“ für lokale Produkte kleiner Hersteller. So kommt es zu ganz neuen Geschmackskombinationen wie bei einer seiner jüngsten Kreationen, der Espresso-Mandel. Hier werden Drasl Mandeln mit den Kaffee-Röstungen des Bremer CrossCoffee-Gründers Oliver Kriegsch kombiniert.

Die Idee für  eine gesunden Snacks kam Kevin Drasl während seines Aufenthaltes in Marokko. Nach dem Studium in „International Business“ in München lebte der gebürtige Bremer in Casablanca und kam auf den nord-afrikanischen Märkten mit der großen Vielfalt an Gewürzen in Berührung. Als er dort ein Praktikum für die Deutsche Außenhandelskammer absolvierte, fing er an, nebenbei mit selbst gerösteten Nüssen zu
experimentieren. Die ersten Versuche scheiterten, doch Drasl gab nicht auf und schließlich hatte er den geschmacklichen Pfiff raus.

Von Marokko in die Hansestadt

Wieder daheim in Bremen stellte Drasl fest, dass es derartiges nicht im Supermarktregal zu kaufen gab und langsam reifte seine Geschäftsidee. Der Gründer aus Horn-Lehe feilte an den Nüssen, ließ Freunde und  Messebesucher probieren und stellte im Herbst 2015 schließlich sein erstes Produkt fertig. Mittlerweile ist Kevin Drasl mit seiner „Gewürznuss“ bei Händlern in ganz Deutschland vertreten und vertreibt seine Snacks  außerdem über einen eigenen Onlineshop.

Einmal die Woche produziert der junge Bremer in einer ehemaligen Backstube in Ganderkesee Nachschub. Sein Büro hat Drasl im Gewerbegebiet in Horn-Lehe. In Bremen sind die Produkte übrigens unter anderem bei Lestra, bei Holtorf im Viertel sowie im Martinsshop am Bremer Flughafen erhältlich.

◆ Informationen unter diegewuerznuss.de

 

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