Mit einer gemeinsamen Aktion versuchen die Stadtreinigung und der Ordnungsdienst, dem müll-Problem in Gröpelingen (hier: Kulmerstraße) Herr zu werden. Foto: Schlie
Müll-Problem

Ordnungskräfte entdecken illegale Müllhaufen

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67 illegale Müllablagerungen, 27 mündliche Verwarnungen: in einer viertägigen Aktion haben die Stadtreinigung und der Ordnungsdienst versucht, das Müllproblem in Gröpelingen zu lösen.

Vier Tage sind Teams der Bremer Stadtreinigung und des Ordnungsdienstes die Gröpelinger Heerstraße, die Ritterhuder Heerstraße und das Lignitzquartier in Gröpelingen Meter für Meter abgelaufen.

Ziel der ersten gemeinsamen Aktion war laut einer Mitteilung des Senats, Müllsünder zu entlarven und Häuser zu identifizieren, in denen die Zahl und die Größe der Tonnen nicht zur Zahl der Bewohner passen.

Aufklärungsgespräche erfolgreich

Räumten die mündlich Verwarnten die Haufen umgehend weg, blieb es auch dabei. Bei künftigen Verstößen müssen dieselben Personen jedoch damit rechnen, zu zahlen, heißt es. In 13 Fällen leitete der Kontrolldienst der Stadtreinigung oder der Ordnungsdienst Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

Zudem führten die Teams mit rund 100 Bürgern, vor deren Häusern illegale Müllablagerungen lagen, Gespräche zur Mülltrennung und –beseitigung. Dabei stellte sich heraus, dass 80 Prozent dieser Betroffenen nicht wussten, wem welche Tonnen vor ihrem Haus gehörten. In einigen Häusern fehlten komplett alle Mülltonnen zur Abfallbeseitigung. Andere gaben an, dass ihre Tonnen geklaut und der Müll angeblich regelmäßig von Angehörigen abgeholt werde. In wieder anderen Fällen passte die Zahl und Größe der Tonnen nicht zu den in den Häusern gemeldeten Personen.

Mäurer kündigt Nachkontrollen an

Innensenator Ulrich Mäurer kündigte daraufhin an: „Bei dieser ersten gemeinsamen Aktion war es uns wichtig, nicht nur Müllablagerungen wegzuräumen, sondern auch Verursacher zu identifizieren und Muster zu erkennen, die zur Vermülllung in diesen Quartieren führen. Klar ist, dass in den kommenden Tagen und Wochen nachkontrolliert wird.“

Dabei wird es aber nicht bleiben. So sollen in einigen Mehrfamilienhäusern Großbehälter statt einzelne Tonnen aufgestellt werden sowie die Hauseigentümer darauf hingewiesen werden, dass die Zahl der Mülltonnen zu der unter der Adresse gemeldeten Zahl der Bewohner passen muss.

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