FDP-Spitzenkandidatin Lencke Steiner fordert bessere Schulen und Hilfe für Gründer. Foto: av
FDP-Wahlprogramm

Schlechte Schüler sollen sitzenbleiben

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An Bremens Schulen wird sich einiges ändern, sollte die FDP nach der Bürgerschaftswahl im Mai dem neuen Senat angehören. Auch für Unternehmensgründer halten die Liberalen eine Überraschung bereit.

„Unser Ziel sind zehn Prozent“, sagt FDP-Spitzenkandidatin Lencke Steiner, als sie das Wahlprogramm für die Bürgerschaftswahl am 26. Mai vorstellt. Und FDP-Landesvorsitzender Hauke Hilz ergänzt: „Der Weg zu Jamaika ist kürzer als zur Ampel.“ Im Klartext: Eher kommt eine Koalition mit FDP, CDU und Grünen zustande als eine mit SPD, Grünen und FDP. Auf drei Themen legt die FDP in ihrem Wahlprogramm besonderen Wert: Bildung, Wirtschaft/ Verkehr und Innere Sicherheit.

„Wir wollen einen Unterrichtsgarantie einführen“, sagt Steiner. Dafür will mehr Lehrer einstellen, als es Stellen gibt. „Wir wollen eine Lehrerversorgung von 105 Prozent.“ Außerdem sollen die Schüler von der dritten Klasse an wieder Noten bekommen. Schon von der ersten Klasse an sollen die Lehrer auf eine korrekte Rechtschreibung drängen. Damit alle Kinder bei der Einschlung von einem gleichen Sprachniveau ausgehen können, fordert die FDP vor der Einschulung Eignungstests für jedes Kind. Wer die Prüfung nicht bestehe, solle zunächst besonders gefördert werden, fordert die FDP-Spitzenkandidatin. Außerdem sollen Schüler sitzenbleiben und die Klasse wiederholen, wenn sie auf dem Zeugnis in zwei Fächern mangelhaft oder ungenügend sind. Das sporne die Kinder an. „Sie merken, dass es im Leben Momente gibt, wo man sich besonders anstrengen muss“, sagt Steiner. Das sei im späteren Leben auch so.

Gründer will die FDP besonders unterstützen, indem sie ein Gründer-Bafög einführt. Wer ein Unernehmen ins Leben ruft, soll im ersten Jahr 1.000 Euro monatlich erhalten, damit er sich voll auf den Aufbau seiner Firma konzentrieren kann. Außerdem fordert die FDP mehr Gewerbeflächen. „Wir brauchen einen Pool an freien Gewerbeflächen, damit wir keine Unternehmen abweisen müssen, die nach Bremen ziehen möchten“, sagt Steiner.

Außerdem verlangen die Liberalen, dass die Bremer in der Innenstadt künftig kostenlos mit Bussen und Straßenbahnen fahren können. Auch Carsharing soll ausgebaut werden und zwar so, dass man die Carsharing-Fahrzeuge nicht mehr zu einem bestimmten Platz zurückbringen muss. „Wir brauchen ein System, wie es etwa Car2Go hat“, sagt Steiner. Eine weitere Weser-Brücke schlagen die Liberalen ebenso vor wie die Prüfung einer Fährverbindung über die Weser.

 

 

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