Die Polizei rät zur Prävention, Werkzeuge speziell zu sichern. Auch Außenleuchten mit Bewegungsmelden können abschreckend auf die Täter wirken. Foto: Pixabay Die Polizei rät zur Prävention, Werkzeuge speziell zu sichern. Auch Außenleuchten mit Bewegungsmelden können abschreckend auf die Täter wirken. Foto: Pixabay
Schwanewede

Einbrecher sind vermehrt auf Werkzeuge aus

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In Schwanewede häufen sich Einbrüche, bei denen die Täter gezielt Werkzeuge mitnehmen. Betroffen sind nicht nur Werkstätten, sondern auch Vereinsheime und Wochenendhäuser. Die Polizei ermittelt inzwischen 28 Fällen.

Erst in der Nacht zu Mittwoch dieser Woche ist es wieder passiert: Unbekannte Täter haben an der Meyenburger Straße hochwertige Werkzeuge aus einer Werkstatt entwendet. Sie brachen Schlösser auf, klauten die Werkzeuge und konnten unerkannt fliehen. Laut Polizei ist ein Sachschaden von etwa 2.000 Euro entstanden.

Es ist ein Einbruch, wie er in den vergangenen Monaten häufiger in Schwanewede vorgekommen ist. 28 Fälle dieser Art hat die Polizei seit Oktober 2018 dokumentiert. 28 Fälle, bei denen es der oder die Einbrecher auf Werkzeuge abgesehen haben.

Werkzeuge haben hohen Anschaffungswert

„Bei den Geschädigten handelt es sich nicht um eine einzelne Zielgruppe. Vielmehr sind darunter Vereinsheime, Wochenendhäuser oder Schuppen von Privatpersonen genauso wie landwirtschaftliche Betriebe oder Firmengelände zu finden“, sagt Imke Burhop, Sprecherin der Polizeiinspektion Verden/Osterholz.

Bei dem Diebesgut handele es sich um verschiedene Arten von Werkzeugen, teilweise mit einem vierstelligen Wiederbeschaffungswert. „Professionelle Werkzeuggeräte sind ebenso wie andere Wertgegenstände von einem hohen Anschaffungswert gekennzeichnet und daher Ziel von Straftätern, die Eigentumswerte angehen“, erläutert Burhop weiter.

Die Polizei Schwanewede ermittele gegen die unbekannten Täter. Ob es sich dabei um eine Einzelperson oder eine Gruppe handele und ob es verschiedene Täter sind oder immer derselbe Personenkreis sei offen. Die Ermittlungen gingen in alle Richtungen, heißt es von der Polizei. Auch Angaben über die Motive könnten zum jetzigen Stand der Ermittlungen nicht gemacht werden.

Polizei gibt Tipps zur Prävention

Im Zuge der Einbrüche haben die Beamten immer wieder Zeugenaufrufe gestartet. Doch da die Taten in vielen Fällen nachts über die Bühne gehen, passieren die Einbrüche häufig ungesehen. „Aber schon ein Hinweis kann ausreichen“, sagt ein Sprecher der Polizeiinspektion.

Die Polizei rät, Gegenstände mit hohem Wert besonders zu sichern. So sollten teure Werkzeuge zum Beispiel in gemauerten Gebäuden untergebracht und hochwertige Schlösser verwendet werden, rät Joachim Kopietz, Berater für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Verden/Osterholz. Auch Außenleuchten mit Bewegungsmeldern sowie Kameras, die dem Eigentümer Bewegungen am Objekt melden, seien leicht umsetzbare Maßnahmen.

Informationen darüber, wie man Werkstatt, Betriebsgelände und Co. noch sichern kann, erhalten Interessierte bei der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle. Tipps zu einbruchhemmenden Produkten stehen auch unter polizei-beratung.de im Internet.

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