Digitalisierung im Blick und gleichzeitig die Präsenz in der Fläche erhalten. Darauf setzen die Volksbank-Vorstandsmitglieder Mathias Knoll (links) und Jan Mackenberg. Foto: Bosse Digitalisierung im Blick und gleichzeitig die Präsenz in der Fläche erhalten. Darauf setzen die Volksbank-Vorstandsmitglieder Mathias Knoll (links) und Jan Mackenberg. Foto: Bosse
Jahresbilanz

Volksbank setzt auf Solidargemeinschaft

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Im Zuge eines historisch niedrigen Zinsniveaus drohen Geldanlegern hier und da Negativzinsen, wenn sie größere Beträge bei einer Bank "parken". Die Volksbank Osterholz Bremervörde schließt die für Privatkunden aus.

Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 blickt die Volksbank Osterholz Bremervörde zurück. Im Rahmen eines Pressegsprächs legten die Vorstandsmitglieder Jan Mackenberg und Mathias Knoll die Zahlen vor.

Demnach setzt sich das Bilanzsummenwachstum weiter fort. Mit einer Steigerung um 69,3 Millionen Euro oder 5,4 Prozent beträgt die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2018 1,352 Milliarden Euro. Das von der Volksbank betreute Kundenwertvolumen habe laut Mackenberg eine „hervorragende Steigerung“ von 4,7 Prozent auf insgesamt 2,919 Milliarden Euro erfahren. Das Kundenwertvolumen gibt die Gesamtheit aller Einlagen und Kredite wider, inklusive der von der Volksbank betreuten Produkte von Verbundpartnern.

Gute Geschäfte bei der Immobilienvermittlung

Stolz sei man unter anderem auch auf die Arbeit der Volksbank Immobilien (VBI) und der ProSB Immobilien von Sven Behrens. Insgesamt hätten die Kooperationspartner im vergangenen Jahr 143 Objekte vermittelt, eines mehr als in 2017. „Und das alles mit drei Maklern, was bedeutet, dass jeder, grob gesagt, ein Objekt pro Woche vermittelt – eine starke Leistung“, so Mackenberg.

Sein Vorstandskollege Mathias Knoll ging anschließend auf die Ergebnisbetrachtung ein. Er betonte, die stärkste Ertragssäule der Volksbank sei nach wie vor das zinsabhängige bilanzwirksame Geschäft. Auch aufgrund der Volumensteigerung im Aktivgeschäft könne man – trotz des niedrigen Zinsniveaus – mit einer Steigerung von 2,1 Millionen auf 26,1 Millionen Euro rechnen.

Negativzinsen werden derzeit solidarisch getragen

In diesen Zinsüberschuss seien auch bereits zirka 120.000 Euro Negativzinsen für Geldanlagen eingerechnet, die die Volksbank bei ihrer Zentralbank (DZ Bank) unterhält. „Als Volksbank betrachten wir uns als Solidargemeinschaft. Daher haben wir entschieden, die Negativzinsen nicht an unsere Kunden weiterzugeben, sondern sie als Haus zu tragen – zumindest solange, wie es noch erträglich erscheint“, erklärt Jan Mackenberg.

Diese Schwelle könne dann überschritten werden, wenn Mitbewerber in der Region Negativzinsen einführten und deren Kunden mit ihren Einlagen dann zur Volksbank auswichen. „Dann würden wir sicherlich auch reagieren müssen“, so Mackenberg, der betont, dass man dabei ausdrücklich nicht vom Privat-, sondern von Firmenkunden spreche.

„Digitale Lotsen“ geben ihr Wissen an Kollegen weiter

Neben dem direkten Kundenkontakt in den insgesamt 20 Geschäftsstellen vor Ort möchte die Volksbank Osterholz Bremervörde auch ihre digitale Kompetenz weiter ausbauen. „Man mag dazu stehen, wie man will, aber wir können uns der Entwicklung nicht entziehen“, sagt Vorstand Mathias Knoll.

Um die 258 Beschäftigten frühzeitig einzubinden und auf einen aktuellen Wissensstand zu bringen, sind neuerdings „Digitale Lotsen“ im Hause beschäftigt, die ihr Wissen als Multiplikatoren an Kollegen und Kunden weitergeben.
Während ein Kunde die klassische Filiale wünsche, ziehe ein anderer digitale Kanäle vor. Die Volksbank wolle dabei eine Doppelstrategie fahren: „Das Eine tun, ohne das Andere zu lassen.“

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