Die Fachressorts der Stadtgemeinde Bremen hatten keinen Bedarf für eine Nachnutzung. Daher waren nun die Ideen der Bürger für die Immobilie gefragt. Foto: Harm Die Fachressorts der Stadtgemeinde Bremen hatten keinen Bedarf für eine Nachnutzung. Daher waren nun die Ideen der Bürger für die Immobilie gefragt. Foto: Harm
Bürgerforum

17 Ideen für das alte Ortsamt in Burglesum

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Burglesumer waren aufgerufen, Ideen für das alte Ortsamt einzureichen. 17 Entwürfe sind zusammengekommen. Sie reichen von Gastronomie über Wohnraum bis zu Büroplätzen. Bei einem Bürgerforum am 6. März geht es ins Detail.

Gastronomie? Eine Kita? Büroflächen, ein Kino oder doch lieber Wohnraum? Bürger waren aufgerufen, ihre Ideen für die Nachnutzung des alten Ortsamts in Burglesum einzureichen. Seit Anfang der Woche können sie erstmals öffentlich eingesehen werden. 17 Pläne sind es geworden mit ganz unterschiedlichen Zielrichtungen.

Einen Schwerpunkt macht aber das Thema „Wohnen“ aus. Fünf der Ideen beschäftigen sich damit und sehen neben einem Mehrgenerationenhaus auch Wohnungen für Studierende vor. Um letzteres zu finanzieren, wird eine Übernahme durch das Studierendenwerk oder die Gewoba vorgeschlagen. Einige Bürger haben sich damit beschäftigt, in der Immobilie gleich mehrere Anlaufstellen zu vereinen. So wird unter anderem ein Mix aus Bibliothek, Touristinformation, Souvenir-Shop und Café mit Bar und Außenterrasse ins Spiel gebracht.

Auch eine Form von Bürgerhaus mit Angeboten für alle Altersgruppen und Räumen für Veranstaltungen wie Vorträge, Filmvorführungen, Lesungen, Kurse und Ausstellungen findet sich in der Liste. Zwei Vorschläge gibt es, aus dem Gebäude ein Hotel zu machen.

Bürgerforum über altes Ortsamt am 6. März

Als „überraschend und interessant“ bezeichnet Ortsamtsleiter Florian Boehlke die Idee, Co-Working-Plätze für Freiberufler, Start-Ups, kleine Firmen oder auch Angestellte einzurichten. Sie würden sich in kleinen Büroeinheiten eine oder mehrere Etagen teilen. „Das gibt es in Bremen-Nord bisher nicht und wäre ein Novum“, sagt Boehlke. Erstmal müsse aber geschaut werden, für welche Ideen die Immobilie auch tatsächlich geeignet ist.

Die Ideen werden beim Bürgerforum am Mittwoch, 6. März, in der Kirchengemeinde St. Martini zu Bremen-Lesum, Hindenburgstraße 30, vorgestellt. Ab 18 Uhr werden die Projekte präsentiert. Um 19 Uhr folgt eine Diskussionsrunde mit Klaus Koch vom Bauamt Bremen-Nord, Torsten Fink vom Senator für Kultur und Thomas Dökel. Er ist Vermarktungs- und Locationscout für das Hotel- und Gastgewerbe.

Meinungsbild der Bürger

Zudem sind Vertreter von Immobilien Bremen und des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen angefragt. Ortsamtsleiter Florian Boehlke moderiert die Runde. Im Anschluss geben die Zuhörer ein Votum für eine Nutzungsidee ab. „Uns ist es wichtig, ein Meinungsbild der Bürger zu bekommen“, sagt Boehlke.

Spätestens in der April-Sitzung soll der Beirat einen Beschluss über eine Nachnutzung befassen. Anschließend geht der Weg bei Immobilien Bremen weiter mit der Bitte, die anfallenden Arbeiten auszuschreiben.

Wer sich vorab über die Nachnutzungs-Ideen informieren möchte, findet auf der Homepage des Ortsamts Burglesum eine Zusammenstellung.

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