Die Arbeiten am Europahafen haben schon begonnen. Für 300 Millionen Euro will Unternehmer Kurt Zech hier vier Gebäude hochziehen für Büros, Wohnungen und Läden.Foto: Schlie Die Arbeiten am Europahafen haben schon begonnen. Für 300 Millionen Euro will Unternehmer Kurt Zech hier vier Gebäude hochziehen für Büros, Wohnungen und Läden.Foto: Schlie
Bauprojekte

Bremen wirbt in Cannes um Investoren

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Bevor im Mai die Filmstars nach Cannes kommen, präsentiert sich Wirtschaftssenator Martin Günthner an der Riviera und stellt dort mit den Bremer Unternehmen Zech Group, Justus Grosse und Robert C. Spies neue Projekte vor

Es ist fast eine Premiere. Zuletzt war Bremen 2003, also vor 16 Jahren auf der Mipim vertreten, eine der größten und wichtigsten Immobilienmessen weltweit. Rund 26.000 Experten kommen dorthin, darunter 5.400 Investoren, 3.100 Unternehmen aus 100 Ländern stellen im Festivalhaus direkt am Strand aus.

Die Bremer Unternehmen mussten den Senator allerdings ein bisschen zu einem Auftritt in Cannes drängen. Für einen eigenen Stand hat es zwar nicht gereicht, aber Bremen zeigt sich zumindest am deutschen Gemeinschaftsstand, zusammen mit anderen Städten.

Projekte präsentieren

Bremen präsentiert dort die geplanten Bauten und Umbauten in der City und den Zech-Komplex am Kopf des Europahafens. „Außerdem erläutern wir unsere Ideenmeisterschaft für die Mitte Bremens“, sagt Holger Römer, der Sprecher der Zech Group. „Bremen ist im Aufwind. Das müssen wir auch deutlich machen.“

Rund 60.000 Euro gibt Bremen für Cannes aus, davon zahlen die Bremer Aussteller 45.000 Euro, den Rest steuert die Wirtschaftsförderung Bremen bei. Kein Vergleich zur Expo Real in München. Für diese Immobilien-Fachmesse lässt Bremen rund 330.000 Euro springen. Zur Expo Real reist auch Bausenator Joachim Lohse regelmäßig an. In Cannes fehlt er.

Gewoba kauft Scharnhorstkaserne

Während Wirtschaftssenator Günthner in Cannes für Bremen trommelt, hat der Senat dem Kauf der Scharnhorstkaserne durch die Wohnungsgesellschaft Gewoba zugestimmt, die mehrheitlich Bremen gehört. Sie zahlt dem Bund dafür rund drei Millionen Euro.

Auf dem rund 25.000 Quadratmeter Bauland kann Gewoba etwa 270 bis 300 Wohnungen bauen, davon 30 Prozent als Sozialwohnungen. Auf 1.500 Quadratmetern sollen Baugemeinschaften Häuser errichten, auf weiteren 1.500 Quadratmetern sollen Wohnungen entstehen, deren Miete höchstens 8,50 Euro je Quadratmeter betragen darf. Die Gewoba-Gremien müssen noch zustimmen.

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