Milot Rashica stellte mit seinen zwei Treffern die Weichen für Werder auf Sieg. Foto: Nordphoto
4:2 gegen Schalke

Zwischen Fußballfest und Zitterpartie

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Durch einen 4:2(1:1)-Erfolg über Schalke 04 hat Werder seine Ambitionen auf einen Platz im vorderen Drittel untermauert. Allerdings mussten die Fans bis zum Schluss zittern.

Schalke präsentierte sich für Werder als äußerst unangenehmer Gegner. In den Zweikämpfen wirkten die Knappen deutlich durchsetzungsfähiger. Das galt für die Offensive wie für die Defensive gleichermaßen.

Während Claudio Pizarro, Milot Rashica und auch Max Kruse zunächst große Probleme hatten, mal einen Ball festzumachen, gelang das Embolo und Burgstaller auf der Gegenseite sehr viel besser. Insbesondere bei hohen Bällen hatten die Bremer Innenverteidiger große Probleme, das Spielgerät aus der Gefahrenzone zu befördern. Doch auch am Boden offenbarten die Gastgeber Schwierigkeiten mitzuhalten, wenn Schalke in die tiefe sprintete.

Embolo zeigt Werder die Hacken

Nach 26 Minuten kam dann beides zusammen. Nach einem verlorenen Kopfballduell sah die Bremer Hintermannschaft von Embolo nur noch die Hacken. Der Stürmer behielt die Ruhe und überwand Pavlenka zum 0:1.

Die Führung war zu diesem Zeitpunkt hochverdient. Schließlich hatte der starke Werder-Schlussmann Jiri Pavlenka zuvor  bereits dreimal in höchster Not gerettet.

Überraschender Ausgleich durch Rashica

Umso überraschender deshalb der Ausgleich nur fünf Minuten später. Rashica vollendete nach sehenswerter Kombination über die linke Seite und Flanke von Max Kruse. Glück für Werder, dass Skrzybski Sekunden zuvor nur ganz knapp das langen Eck des Bremer Tores verfehlt hatte.

Der Treffer gab Werder Sicherheit. Die letzte vor der Pause traten die Gastgeber so auf, wie man es erhofft hatte: spielfreudig, kombinationsstark, entschlossen in den Zweikämpfen.

Kruse bringt Werder in Führung

Nach dem Seitenwechsel brachte Max Kruse die Bremer dann per Elfmeter in Führung. Nachdem Schiedsrichter Petersen ein Vergehen gegen den Kapitän übersehen hatte und anschließend der Nachschuss von Davy Klaasen auf der Linie geklärt worden war, meldete sich der Videoschiedsrichter aus Köln. Petersen sah sich die Szene in der Wiederholung an und korrigierte dann seine Entscheidung.

Doch Schalke gab sich nicht geschlagen. Die Gäste hielten kämpferisch wie spielerisch voll dagegen. So entwickelte sich ein offenes Spiel mit Strafraumszenen auf beiden Seiten.

Rashica trifft erneut

Die Vorentscheidung dann nach 73 Minuten. Wieder war der nach schwächerer Anfangsphase inzwischen ganz stark aufspielende Max Kruse der Wegbereiter und erneut war Milot Rashica der Vollstrecker. Zwischendurch war noch Maximilian Eggestein am Ball, der die Szene mit einem feinen Solo einleitete und dann steil ging.

Max Kruse (78.) und Milos Veljkovic (80.) per Kopfball hätten den Sack endgültig zumachen können, scheiterten aber am glänzend parierenden Alexander Nübel im Schalker Tor.

Zittern bis zum Schluss

So musste Werder doch noch mal zittern als Embolo nach 85 Minuten bei einer Ecke frei zum Kopfball kam. Die Bremer waren wohl noch damit beschäftigt, das kurz zuvor vollzogene Comeback von Fin Bartels zu verarbeiten.

Der eingewechselte Harnik hatte die Entscheidung auf dem Kopf, verfehlte aber knapp. Vier Minuten Nachspielzeit galt es dann zu überstehen. In der vierten Minute der Nachspielzeit schloss Harnik dann einen Konter zum 4:2 ab und setzte damit den Schlusspunkt.

Werder: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson –  Bargfrede  – Klaasen, Kruse (90. Möhwald), M. Eggestein – Pizarro (67. Harnik), Rashica (83. Bartels) 

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