Architekt Daniel Libeskind, Sparkassen-Areal Am Brill Fotomontage: Schlie/Visualisierung: Studio Libeskind So stellt sich Star-Architekt Daniel Libeskind das neue Sparkassen-Areal Am Brill vor. In den nächsten Wochen berät ein eigens dafür zu gründendes Gestaltungsgremium, was machbar und erwünscht ist. Fotomontage: Schlie/Visualisierung: Studio Libeskind
Sparkassen-Areal

New Yorker Ideen für Bremen

Von
Star-Architekt Daniel Libeskind stellt sein Pläne für das Sparkassen-Areal vor und erklärt, was er verändern will.

So kleiden sich Künstler: schwarze Jacke, schwarzer Pullover, schwarze Hose. So kommt Daniel Libeskind in die Sparkassen-Zentrale Am Brill. Der Star-Architekt aus New York, der schon Häuser für New York, Singapur und London entworfen hat, in Deutschland das Jüdische Museum in Berlin und den Kö-Bogen in Düsseldorf, unter anderem. Jetzt also Bremen. Sparkasse, vierter Stock.

Bauarbeiten könnten im ersten Quartal 2021 beginnen

Hier stellt er seine Pläne für das Sparkassen-Areal Am Brill vor. Die Sparkasse zieht dort bis Ende des nächsten Jahres aus. Schon im ersten Quartal 2021 könnten die Bauarbeiten beginnen, sagt Martin Fecke, Vorstand des Unternehmens Assmann. Er plant für den Investor, die israelische Schapira Group der Brüder Pinchas und Samuel Schapira.

Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer, ist von der Präsentation begeistert. „Das ist mutig, das ist ein qualitativer Sprung für Bremen“, sagt er.

Eckhaus mit Kassenhalle will Libeskind erhalten

Das Eckhaus mit der alten Kassenhalle will Libeskind erhalten, die anderen Gebäude weichen Neubauten. Vier Hochhäuser sehen die Pläne vor, das höchste 98 Meter hoch, die anderen 82, 73 und 64 Meter hoch. Zum Vergleich: Der Turm des Doms kommt auf 98,5 Meter.

Ursprünglich wollte die Stadt den Schapiras nur eine Bruttogeschossfläche von 47.000 Quadratmeter zugestehen, jetzt planen sie mit 75.000 Quadratmetern oberirdisch. Hinzu kommen zwei oder drei unterirdische Parkebenen.

Der neue Komplex soll zwei Hotels beherbergen, ein „Sky Café“, Büros, möblierte Appartements und Wohnungen, auch solche für Studenten und Senioren, sowie Läden. Libeskind will in dem Komplex auch ein „Kulturgebäude“ unterbringen. Das könne ein privates Museum sein, eine Galerie oder Räume für Veranstaltungen, sagt Libeskind.

„Zukunftsweisendes Lebensgefühl vermitteln“, sagt Libeskind

Wie viel Geld die Schapiras in das Projekt stecken, wollen sie nicht sagen. Die Pläne könnten sich ja noch ändern, erklärt Planer Fecke.

SPD-Fraktionschef Björn Tschöpe drängt vor allem darauf, dass Studenten und Bremer sich den Wohnraum auch leisten können. Libeskind müsste dafür Verständnis zeigen, lebte er doch als Kind mit seiner Mutter in einer Genossenschaftswohnung in der Bronx, damals kein begehrter Bezirk New Yorks.

Anders Am Brill. Die Häuser sollen ein „zukunftsweisendes Lebensgefühl vermitteln“, sagt Libeskind und fährt in einem Mercedes, einem schwarzen, zum Flughafen.

Eine Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Der Klotz am Bahnhof ist schon schwer verdaulich. Bremer wollen nicht noch mehr bauliche Verschandelung ihrer Innenstadt.

Schreibe einen Kommentar

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner