Ein Filmerlebnis der besonderen Art versprechen die „Film Night Rides“, die im September erstmals nach Bremen-Nord kommen. Per Fahrrad geht es zu mehreren Orten, an denen per Lastenradkino Kurzfilme gezeigt werden. Foto: Peter Sämann Ein Filmerlebnis der besonderen Art versprechen die „Film Night Rides“, die im September erstmals nach Bremen-Nord kommen. Per Fahrrad geht es zu mehreren Orten, an denen per Lastenradkino Kurzfilme gezeigt werden. Foto: Peter Sämann
Kultur

Wo im Bremer Norden Filmerlebnisse möglich sind

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Ein Kino hat Bremen-Nord zwar nicht. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, Filmerlebnisse zu genießen. In diesem Jahr starten sogar zwei neue Angebote. Eines davon bietet Open-Air-Kurzfilme per Lastenradkino.

Auch wenn kein Kino mehr in Blumenthal, Vegesack und Burglesum existiert, haben die Bremen-Norder dennoch die Möglichkeit, in ihren Stadtteilen Kino-Erlebnisse zu genießen. An mehreren Stellen bieten Vereine und Institutionen Filmnachmittage und -abende an. Eine Übersicht, ohne Garantie auf Vollständigkeit:

Die Film Night Rides feiern am 13. September Premiere in Bremen-Nord. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit Shorts Attack Bremen durch das Projekt „Bremen Bike it!“ organisiert. Das Konzept: Die Besucher fahren gemeinsam mit ihren Rädern durch den Abend und die Nacht und halten an ungewöhnlichen Orten. Dort werden dank des mobilen Lastenradkinos Kurzfilme zu verschiedenen Themen gezeigt. Die Tour im Bremer Norden steht unter dem Motto „Nordwandel“ und beginnt um 20 Uhr. Etwa zehn bis zwölf Kilometer radeln die Teilnehmer gewöhnlich an den Abenden. Der Eintritt ist frei, der Treffpunkt für Bremen-Nord wird noch bekannt gegeben.

Filmangebote für Kinder und Jugendliche

Im Mai startet der Heimatverein Lesum mit der Reihe „HVL Lichtspiele“. Den Anfang macht am Freitag, 3. Mai, ein Film von Regisseur Christian Schwochow über die Künstlerin Paula Modersohn-Becker. Um 18 Uhr beginnt ein Empfang mit Sekt und kleinem Buffet, um 19 Uhr startet der Film. Der Eintritt kostet 7 Euro, 5 Euro für Mitglieder. Je nach Zuspruch könnte das Heimathaus dann häufiger als „Wohnzimmer von Lesum“ zum Filme schauen genutzt werden, sagt Organisatorin Märtha Schmidt-Zenker.

Die Stadtbibliothek Vegesack ist bietet die Reihe „Film ab!“ an. Gegen einen Unkostenbeitrag von 1 Euro werden jeden letzten Freitag im Monat aktuelle Filme für Kinder und Jugendliche gezeigt. Der nächste Termin: 26. April, 16 Uhr.

Ebenfalls an die jüngere Zielgruppe richtet sich das Kinder-Kino im Freizi Alt-Aumund: Dort werden Filme für Kinder ab fünf Jahren in Begleitung gezeigt. Der nächste Termin ist am 25. Mai. Der Eintritt kostet 1,50 Euro.

Neue Kooperation möglich

Bis vor Kurzem hat auch der Verein Erstes Lesumer Fernsehen, kurz E.L.F., Kino-Abende im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus veranstaltet. Das Angebot musste allerdings aus personellen und finanziellen Gründen eingestellt werden. Dafür könnte ein neues Projekt entstehen: Der Verein „Kinder(t)raum“ hat die Idee, Ende 2019 in Kooperation mit E.L.F. Filme zu zeigen. Derzeit steht das Projekt allerdings noch am Anfang und bedarf weiterer Planungen.

Im Rahmen von Veranstaltungen werden vereinzelt auch Filme gezeigt, so zum Beispiel beim Literatur-Festival „Gastgeber Sprache“ oder beim „Sommer in Lesmona“ der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, wo im Anschluss an das Orchesterkonzert am Samstagabend traditionell die Liebesgeschichte von Marga Beck mit dem Titel „Sommer in Lesmona“ gezeigt wird. Zudem werden in einigen Einrichtungen unregelmäßig Filme gezeigt, zum Beispiel im Nunatak, im Doku Blumenthal und in den Begegnungsstätten.

Wunsch nach einem Kino ist immer wieder zu hören

Heute gibt es in Bremen-Nord zwar kein Kino mehr, aber das war nicht immer so. Das Roxy an der Alten Hafenstraße, das Union-Kino in Blumenthal oder das Silva an der Lesumer Heerstraße – so hießen die Filmtheater einst. An der Bremer Heerstraße gab es ab 1936 die „Mühlenbach-Lichtspiele“. Das Gebäude ist 1979 abgerissen worden. Das letzte Kino in Vegesack war das Scala, Breite Straße. Es wurde 1991 geschlossen.

Seitdem hat es zwar immer wieder Anregungen gegeben, Kinos anzusiedeln, doch schlussendlich geklappt hat das bisher nicht. Unter anderem sollte beim Bau des Haven Höövts ein Kino bedacht werden. Doch der Bauteil C, für den das Kino geplant war, ist nie entstanden. Auch die Markthalle war mal im Gespräch. Doch auch diese Idee zerschlug sich. Genau wie jene, an der Jacobs University Filme zu zeigen.

Der Wunsch nach einem Kino klingt immer wieder an, zuletzt bei der Suche nach Ideen für das alte Ortsamt in Burglesum. Ein Bürger schlug vor, einen Teil des Gebäudes als Kino zu nutzen.

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