Viele Täter gehen nachts von Tür zu Tür und schauen, wer nicht abgeschlossen hat. Andere lassen sich bei Ladenschluss einschließen und warten bis spät in die Nacht, um sich zu bereichern und dann mit der Beute zu fliehen. Foto: Schlie Viele Täter gehen nachts von Tür zu Tür und schauen, wer nicht abgeschlossen hat. Andere lassen sich bei Ladenschluss einschließen und warten bis spät in die Nacht, um sich zu bereichern und dann mit der Beute zu fliehen. Foto: Schlie
Einbruch

Mehr Einbrüche in Läden in der Bremer City

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Mehr als 100 Einbrüche sind seit Januar in der Altstadt und der Bahnhofsvorstadt gezählt worden. Laut Polizei sind häufig die Sicherheitsvorkehrungen in den Läden zu lasch. Nun soll es Gegenmaßnahmen geben.

Nachts die Türen des eigenen Geschäfts offen lassen und sich dann wundern, wenn Diebe einsteigen – wer macht denn so was? Wie die Polizei mitteilt, tun das immer mehr Geschäftsleute in der Bremer Innenstadt. Demnach ist die Zahl der Einbrüche in Büros und Geschäftsräume seit Jahresbeginn stark gestiegen, was laut Polizei an mangelnden Sicherheitsvorkehrungen liegt.

„Wir haben besonders während der dunklen Jahreszeit immer wieder Tatorte ohne Aufbruchsspuren in der Innenstadt vorgefunden. Als die Kollegen dann mal selber abends einige Türen kontrolliert haben, merkten sie schnell, dass einige nicht abgeschlossen waren“, sagt Svenja Beckendorf, Leiterin des Kommissariats Mitte und Steintor. Seit Januar seien schon mehr als einhundert Einbrüche in der Altstadt und der Bahnhofsvorstadt gezählt worden.

Meist sind es Einzeltäter

Warum es zu dieser Häufung gekommen ist, kann sich die Polizistin nur schwer erklären. „Wir vermuten, dass viele Besitzer es schlicht vergessen, abzuschließen oder dass es an Absprachen mangelt, etwa bei Schichtwechseln“, sagt Beckendorf. Wahrscheinlich spreche es sich auch unter den Tätern herum, wenn die Inhaber ihre Türen offen lassen.

„Dann ziehen die Diebe durch die Straßen und rütteln an allen Eingängen, bis sie fündig werden.“ Hierbei handele es sich jedoch eher selten um Banden oder gar um organisierte Kriminalität, sondern meist um Einzeltäter, sagt Beckendorf.

Ein weiteres beliebtes Vorgehen der Einbrecher ist, sich bis zur Ausführung der Tat zu verstecken. Nach Polizeiangaben warten sie dann häufig bis nach Geschäftsschluss, um die Räume nach Wertsachen zu durchsuchen und dann zu fliehen – auch dabei werden wenig bis keine Einbruchsspuren am Tatort hinterlassen.

City-Initiative begrüßt Aufklärungsarbeit

Als Reaktion auf die vielen Einbrüche hat die Polizei einige Gegenmaßnahmen angekündigt. So sollen die Streifen in den betroffenen Gegenden verstärkt werden und die Kontaktpolizisten noch mehr Aufklärungsarbeit in Geschäften und Büros leisten. Zudem gab es schon Informationsveranstaltungen des Präventionszentrums.

Das begrüßt auch Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der Bremer City-Initiative. „Wir unterstützen die Aufklärungsarbeit soweit es geht und informieren alle unsere Mitglieder. Einbruchswellen wie diese kommen leider auch in der Bremer Innenstadt immer wieder vor“, sagt er.

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