Derzeit wird darüber diskutiert, wo elektronische Roller im Verkehr zugelassen werden sollen. Foto: Pixabay
Ansichtssache

Pro & Contra: E-Scooter auf Fuß- und Radwegen?

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Bald könnten sie auch in Bremen zum Stadtbild gehören: Roller mit Elektro-Antrieb. Magnus Buhlert von der FDP-Bürgerschaftsfraktion kann sich das gut vorstellen, Ralph Saxe von den Grünen hat Bedenken.

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Pro: Magnus Buhlert, Vize-Vorsitzender der FDP-Bürgerschaftsfraktion

Gegenseitige Rücksichtnahme ist das oberste Gebot der Straßenverkehrsordnung. Wird dies berücksichtigt, ist es kein Problem miteinander klarzukommen und neue Verkehrsmittel wie E-Scooter in unser Verkehrssystem zu integrieren. Individuelle Mobilität ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens und Elektro-kleinstfahrzeuge gewinnen an Beliebtheit. Sie leisten sogar einen Beitrag zum Klimaschutz.

Innovationen wie E-Scooter tragen außerdem zur Entlastung des Straßenverkehrs bei. Je nach Typ sowie Alter des Fahrers sind Geh- und Radwege (Freizeit- beziehungsweise Pendlerklasse) oder Straßen (Sportklasse) zu  benutzen.

Ähnlich ist es für Skateboard, Fahrrad und E-Bike geregelt. Wie immer im Straßenverkehr müssen die Regeln respektiert und eingehalten werden. Klare Regeln, Verkehrserziehung sowie Kon­trollen sorgen dann für einen reibungslosen Ablauf und vermeiden Konflikte.

 

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Contra: Ralph Saxe, Verkehrsexperte der Grünen-Bürgerschaftsfraktion

Moderne Verkehrspolitik muss den Autoanteil auf unseren Straßen mit Augenmaß verringern. E-Roller sind gerade im City-Bereich eine klimaschonende Alternative zum Auto. Deshalb sollten sie zugelassen werden – aber nur auf Straßen und Radwegen. Auf Gehwegen hingegen haben E-Scooter nichts zu suchen!

Die Fußgänger dürfen nicht unter die Räder kommen. E-Roller sind mit zwölf Stundenkilometern etwa drei Mal so schnell wie Fußgänger und nähern sich leise von hinten – da sind Konflikte auf ohnehin beengten Gehwegen vorhersehbar. In Madrid wurde den E-Rollern nach sehr schlechten Erfahrungen die Benutzung von Fußwegen verboten.

Kinder, ältere und behinderte Menschen müssen sich auf Gehwegen und in Fußgängerzonen sicher bewegen können. Ihr Schutz hat Vorrang. Die FDP will sie der Gefährdung durch Elektro-Scooter preisgeben. Die schwächsten Verkehrsteilnehmer sind der Autopartei offenbar egal.

 

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