Davy Klaassen jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 für Werder. Foto: Nordphoto
DFB-Pokal

2:0 auf Schalke – Werder im Halbfinale

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Milot Rashica und Davy Klaassen haben Werder ins Halbfinale des DFB-Pokals geschossen. Doch die Bremer mussten beim FC Schalke auch zwei bittere Pillen schlucken.

Gleich nach zwei Minuten musste Jiri Pavlenka Kopf und Kragen riskieren, um Embolo noch den Ball vom Fuß zu fischen. Einen Sekundenbruchteil später und der Schalker Stürmer wäre entweder vorbei gewesen oder Schiedsrichter Aytekin hätte Elfmeter geben müssen.

Auf der Gegenseite tat sich Werder lange schwer, um den Ball durch das Mittelfeld in die gefährliche Zone zu transportieren. Das lag unter anderem daran, dass die Schalker mit zwei zentralen Defensivspielern vor der Abwehr  Max Kruse weitgehend aus dem Spiel nahmen.

Werder linkslastig

Gleichzeitig war das Bremer Spiel sehr linkslastig ausgelegt. Das lag möglicherweise daran, dass auf der rechten Außenbahn mit Marco Friedl ein anderer Mitspieler stand als der sonst gewohnte Theodor Gebre Selassie. Der Tscheche hatte angeschlagen passen müssen.

Obwohl Werder nur selten in den Kombinationsfluss fand, hatten die Gäste die besseren Möglichkeiten: Nach neun Minuten ging Milot Rashica nach tollem Direktspiel steil, konnte den Ball bedrängt von Nastasic aber nicht platziert genug abschließen.

Chancenplus in der ersten Hälfte

Ein Distanzschuss von Friedl brachte Nübel im Schalker Tor in Not (25.). Johannes Eggestein verfehlte das Tor nach Pass seines Bruders Maximilian nur ganz knapp (42.). Kurz vor dem Seitenwechsel drosch Maximilian Eggestein den Ball von der Strafraumgrenze über das Tor.

Nach der Pause machten die Schalker mehr Druck und kamen durch Boujellab (48.) zu einer guten Möglichkeit. Wenig später traf  Burgstaller im Anschluss an eine Ecke den Pfosten (52.).

Burgstaller fällt im Strafraum

Glück auch für Werder, dass Aytekin nach 62 Minuten richtig erkannte, dass Burgstaller sich absichtlich im Strafraum fallen ließ, als Sahin im Zweikampf vor ihm ausrutschte.

Kurz darauf durfte Werder jubeln. Friedl eroberte in der gegnerischen Hälfte einen Ball zurück. Rashica zog einfach mal ab und der Ball schlug unhaltbar im langen Eck ein (65.).

Ballstreichler Klaassen trifft

Bevor Schalke sich von dem Schock erholt hatte, legte Werder nach: Die Bremer kombinierten sich vor das Schalker Tor, Augustinsson lupfte den Ball vor das Tor und Davy Klaassen streichelte das Spielgerät mit der Außenseite an Nübel vorbei ins lange Eck (72.). Solche Treffer erzielt sonst nur Claudio Pizarro.

Werder hatte die Sache sicher im Griff bis zur 90. Minute. Dann nahm der bereits verwarnte Nuri Sahin im Duell mit Sané den Fuß sehr hoch, der Schalker seinen Kopf allerdings auch sehr tief. Aytekin wertete das als gefährliches Spiel und zeigte dem Bremer Gelb-Rot.

Sahin gesperrt

Biter für Sahin: Nach einer starken Partie als Abfangjäger und Ballverteiler wird er nun im Halbfinale zuschauen müssen.

Wen die Bremer Fans dabei als liebsten Gegner hätten, machten sie schon nach dem 2:0 deutlich: „Über Hamburg fahr’n wir nach Berlin“, sangen die grün-weißen Anhänger.

Neben der Sahin-Sperre im Halbfinale mussten die Bremer noch eine zweite bittere Pille schlucken: Milos Veljkovic verletzte sich in der Schlussphase bei einer Rettungsaktion und zeigte sofort an, dass er ausgewechselt werden müsse.

Werder: Pavlenka – Friedl, Veljkovic, Moisander, Augustinsson – Sahin – M. Eggestein, Klaassen – Kruse – Rashica (88. Harnik), J. Eggestein (74. Möhwald)

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