Seit Monaten herrscht Chaos auf den Containerplätzen, dazu hatte die Bremer Stadtreinigung finanzielle Probleme mit dem Partnerunternehmen „BreEnt“. Ab Juni soll nun ein neuer Vertragspartner die Leerung der Container übernehmen. Foto: Schlie Seit Monaten herrscht Chaos auf den Containerplätzen, dazu hatte die Bremer Stadtreinigung finanzielle Probleme mit dem Partnerunternehmen „BreEnt“. Ab Juni soll nun ein neuer Vertragspartner die Leerung der Container übernehmen. Foto: Schlie
Recycling

Neuer Betreiber für Altkleider-Container gesucht

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Die Stadt Bremen hat die Reißleine in der Altkleider-Problematik gezogen: Die Entsorgerfirma „BreEnt“ bekam die Kündigung wegen Nichterfüllung verschiedener Vertragspflichten. Nun sucht die Stadt einen neuen Betreiber.

Seit mehreren Monaten fallen sie immer wieder ins Auge: Verdreckte und vollkommen überfüllte Altkleidercontainer, die Containerpätze in Bremen sehen oft aus wie eine Müllhalde. Trotz zahlreicher Gespräche zwischen der Bremer Stadtreinigung und dem seit dem 1. Juli 2018 mit der Leerung der Container beauftragten Entsorgungsunternehmen „BreEnt“ ist noch immer keine Besserung eingetreten. Die Folge: der Vertrag mit „BreEnt“ wurde jetzt gekündigt, ab Juni soll ein Nachfolger den Betrieb aufnehmen.

„Die Gründe für die Kündigung vor Vertragsende lagen in der Nichterfüllung von verschiedenen Vertragspflichten“, sagt Antje von Horn, Sprecherin der Bremer Stadtreinigung. Vereinbart mit dem Unternehmen war eine bedarfsgerechte Leerung, Kontrolle und Reinigung der insgesamt 275 Containerplätze und 16 Recycling-Stationen in Bremen.

Neuer Partner bis 2021 wird gesucht

Laut von Horn kam es in der Vergangenheit immer wieder zu übervollen Alttextilbehältern und Ablegungen auf Containerplätzen, die das Stadtbild negativ prägten. Darüber hinaus habe es Schwierigkeiten bei der Zahlung der vereinbarten Raten gegeben. „Die juristischen Folgen müssen nun geklärt werden“, sagt von Horn.

Die Recycling-Container sind nach der Kündigung von „BreEnt“ nun wieder im Besitz der Stadt – „um in Zukunft einen sichereren Umgang damit gewährleisten zu können“, wie die Sprecherin sagt. Als nächstes soll ein neuer Recycling-Partner für die Restlaufzeit des Vertrags (bis 2021) gesucht werden. „An Interessenten mangelt es uns nicht, daher bin ich zuversichtlich, dass wir rechtzeitig jemanden finden“, sagt sie.

„BreEnt“ möchte in Kürze Statement abgeben

Noch im Februar hatte „BreEnt“-Geschäftsführer Murat Karabas gesagt, dass die Probleme in den Griff zu bekommen seien. Betroffen von den Verschmutzungen seien demnach nur rund zehn Prozent der Container gewesen (WESER REPORT berichtete). Immer häufiger seien dagegen Diebstähle und Aufbrüche der Container zu verzeichnen gewesen.

Zudem würden laut Karabas immer wieder Leute ihren Sperr- und Restmüll an den Containerplätzen ablagern. Zu den aktuellen Vorwürfen und zu der Kündigung durch die Stadtreinigung wollte sich „BreEnt“ bisher noch nicht äußern. In Kürze sei aber ein Statement geplant, hieß es.

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