Ausgelassener Jubel nach der frühen Führung für Atlas. Foto: pv
3:2 im Finale

Atlas zittert sich zum Pokalsieg

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Der SV Atlas darf nach dem Erfolg im Niedersachsenpokal von einem Knüller gegen einen Bundesligisten träumen.

Nach einer durchwachsenen Oberligasaison hat der SV Atlas die Spielzeit mit einem Erfolg im Niedersachsenpokal der Amateure abgeschlossen. Beim 3:2(2:0)-Erfolg über den TuS Bersenbrück machten es sich die Delmenhorster schwerer als nötig.

„Ich bin überwältigt und nur noch ein Schatten meiner selbst. Ich könnte heulen. Wir haben so toll gespielt“, sagte Atlas-Vorstand Manfred Engelbart. „Ein unbeschreibliches Gefühl. Ich habe mit Bänderanriss gespielt und vor dem Spiel Schmerztabletten genommen. Das Zittern hat sich ausgezahlt“, meinte Musa Karli.

Hein trifft

Thade Hein brachte Atlas nach zwölf Minuten in Führung. Nach einem scharf vor das Tor getretenen Freistoß von Tom Schmidt reagierte er am schnellsten und drosch den Ball kompromisslos in die Maschen. Vorausgegangen war ein Foul an Marco Prießner.

Bersenbrück brauchte eine Weile, um sich auf die neue Situation einzustellen. Atlas verteidigte clever und ließ zunächst kaum Chancen zu. Nach 37 Minuten hatten die Delmenhorster allerdings Glück als Maik Urner nur den linken Pfosten traf. Der Ausgleich lag in der Luft.

Hein legt nach

Dann schlug erneut Thade Hein zu. Nach einer Ecke von Kapitän Nick Köster und Kopfball von Karlis Plendiskis konnte Bersenbrücks Torhüter Christoph Bollmann den Ball nur abklatschen. Wieder war Hein zur Stelle und wuchtete das Runde ins Eckige (40.).

Nach dem Seitenwechsel ersetzte Stefan Bruns bei Atlas den Doppeltorschützen, der kurz vor der Pause gefoult worden war und sich dabei am Knöchel verletzte. Doch davon ließ sich Atlas nicht schocken – im Gegenteil.

Prießner mit der Vorentscheidung

Bevor Bersenbrück an eine Aufholjagd denken konnte, setzte sich Patrick Degen am linken Flügel durch und flankte vor das Tor. Dort stand Marco Prießner goldrichtig und netzte per Flugkopfball ein (50.).

Als alles nach einem glatten Erfolg für Atlas aussah, half ein abgefälschter Freistoß den Bersenbrückern, um wieder in Spiel zu kommen. Aaron Goldmann war der Schütze. Urbainski hatte keine Abwehrchance (63.).

Das Zittern beginnt

Bersenbrück setzte jetzt alles auf eine Karte, während Atlas es verpasste, Kontermöglichkeiten vernünftig auszuspielen. Die Strafe folgte in der 87. Minute, als Goldmann sich durch die Hintermannschaft der Delmenhorster kämpfte und zum 2:3 traf.

Ein paar Minuten noch zittern, dann kullerte der letzte Schussversuch der Besenbrücker am Tor vorbei. Endlich durfte Atlas jubeln.

Atlas: Urbainski – Lingerski (75. Siech), Mutlu, Plendiskis, Köster, Schmidt, Prießner, Karli (73. Osei), Degen, Radke, Hein (46. Bruns)

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