Zusätzliche Brücken sollen attraktive Verbindungen für Radfahrer schaffen. Foto: WR
Rot-Grün-Rot

Bremer Innenstadt wird autofrei

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SPD, Grüne und Linke haben sich auf eine Verkehrswende, mehr Polizisten und den OTB-Stopp geeinigt.

Bremen verbannt die Autos aus der Innenstadt. Bis spätestens zum Jahr 2030 soll die City autofrei sein, ausgenommen sind Fahrzeuge von Lieferanten und Handwerkern. Darauf haben sich SPD, Grüne und Linke in den Koalitionsgesprächen geeinigt.

Ferner solle die Martinistraße zu einer „autoarmen“ Straße „zurückgebaut“ werden. „Wir machen das in Abstimmung mit den Händlern“, versprach Bürgermeister Carsten Sieling (SPD).

Drei neue Fahrradbrücken

Noch binnen der nächsten vier Jahre sollen drei Fahrradbrücken gebaut werden: für Hemelingen, für Woltmershausen und von der Neustadt in die Altstadt.

Außerdem planen die Parteien, mehr Busse und Bahnen einzusetzen, insbesondere in Bremen-Nord und in den Randbereichen. „Wir führen auch eine neue Tarifstruktur ein“, kündigte Kristina Vogt von der Linken an. Tickets für Familien mit Kindern etwa würden günstiger.

Ausbildungsfonds

Die drei Parteien verständigten sich auch darauf, einen Ausbildungsfonds einzurichten. Einzahlen sollen Firmen, die wenig oder gar nicht ausbilden. Das Geld soll kleineren ausbildenden Betrieben zugute kommen.

Polizei und Ordnungsdienst werden aufgestockt. Jährlich sollen 200 bis 250 Anwärter zu Polizisten und 10 bis 20 für den Ordnungsdienst ausgebildet werden, wie Sieling sagte.

Der OTB in Bremerhaven werde „in dieser Legislaturperiode nicht gebaut“, sagte Maike Schaefer von den Grünen. Das dafür vorgesehene Geld, voraussichtlich 150 bis 160 Millionen Euro, fließt in andere Maßnahmen in Bremerhaven.

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2 Antworten

  1. Theodor Börchers sagt:

    Als Anwohner der Langenstr im Alter von 69 Jahren würde mich sehr interessieren, wie dann mit der Möglichkeit ein Auto in der Innenstadt zu fahren für dort lebende ältere Mitbürger umgegangen wird. Sehr störend sind zur Zeit die jugendlichen „Proller“ mit hochgetunten extrem teuren Sportwagen aus ganz Norddeutschland für die die Langenstr. ein Kontakthof geworden ist. Diese Autos sind nicht nur extrem laut und verkehrswridig getunt die jungen Fahrer rasen mit hohen Geschwindigkeiten rücksichtlos stundenlang bis tief in die Nacht um die Blöcke um Aufmerksamkeit zu erzielen. Das ist für Anwohner an den Wochenenden zur Qual geworden. Wer keinen Hörschaden hat kann hier kaum wohnen. Die Polizei und Politiker weiß das genau, handelt aber nicht.

  2. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Von Behinderten ist nichts zu lesen.

    Zukunft für die Vielfalt in der Gesellschaft schaffen und Mitzeichnen

    Im Sauerlandkurier u. a. liest man seit gestern, dass eine Studie ergeben hat, wie Rücksichtslos sich die heranwachsende Gesellschaft in Großstädten entwickelt. Das können kinderlose Bremer mit Behinderungen als in zweiter Generation Alleinstehende und mittlerweile ohne Familie und Verwandtschaft auf der Welt schon seit über einem halben Jahrhundert bestätigen: Der Sozialfaschismus im Frauen- und Familienwahn tobt in ihrer Heimatstadt schon lange. Deshalb wendet man sich, als durch ihn ausgegrenzter und diskriminierter Bremer und Vertreter einer Minderheit unter Alleinstehenden und Schwerbehinderten, against social fascism.

    Ein Betroffener hat diesbezüglich eine Onlinepetition, in der es um die Rechte dieser Minderheit im Lande geht, auf den Seiten des Deutschen Bundestages durch den Bundestagspetitionsausschuss rezipiert bekommen, die allen zur Mitzeichnung freisteht.

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_05/_22/Petition_95229.nc.html

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