Seit Anfang Juni sind die 52 Kameras am Hauptbahnhof in Betrieb. Die Live-Bilder werden in die Videoleitstelle im Polizeipräsidium in der Vahr übertragen, wo sie zu Ermittlungszwecken gespeichert werden können. Foto: Schlie
Videoüberwachung

Hauptbahnhof: Erste Täter tappen in Video-Falle

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Die Videoüberwachung am Bremer Bahnhof führten zu einer Festnahme nach einem Überfall in Findorff.

Kaum sind die gläsernen Augen scharf geschaltet worden, sind auch schon die ersten Täter überführt: Am Wochenende konnte ein 20-Jähriger von der Bremer Polizei festgenommen werden, nachdem er zusammen mit zwei anderen Männern einen 29-Jährigen in Findorff überfallen und ausgeraubt hatte.

Täter griffen unvermittelt an

Der Ablauf der Tat: Der 29 Jahre alte Mann befand sich am Samstagmorgen in der Gustav-Deetjen-Allee, als sich ihm drei Männer näherten. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurde der Bremer unvermittelt von dem Trio angegriffen und dabei mit Füßen und Schlägen traktiert.

Nachdem die Tatverdächtigen geflüchtet waren, stellte der 29-Jährige den Verlust seines Mobiltelefons fest, zudem wurde er durch den Überfall verletzt und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Flucht in Richtung der Kameras

Was dann passierte, war für die Beamten entscheidend: Das Trio flüchtete nach der Tat in Richtung Hauptbahnhof. Eine nachträgliche Sichtung der dortigen Kameraaufnahmen durch die Videoleitstelle der Polizei verlief erfolgreich.

Alle drei Tatverdächtigen konnten anhand der Beschreibung wiedererkannt werden. Weitere Ermittlungen führten daraufhin zur Identifizierung aller drei Männer, einem 20-, 21- und 22-Jährigen, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen wurde der 20-jährige Angreifer festgenommen. Eine Haftprüfung dauert aktuell an. Die Ermittlungen zu den anderen Tatverdächtigen laufen.

Bilder werden rund um die Uhr gesichtet

Seit dem 1. Juni überwachen insgesamt 52 Kameras den kompletten Bahnhofsvorplatz, das Überseemuseum-Areal, das City-Gate-Gelände, den ZOB und den Nordausgang. Die Bilder werden in die Videoleitstelle ins Polizeipräsidium in der Vahr übertragen und zur Auswertung gespeichert.

Acht Mitarbeiter verfolgen dort im Schichtbetrieb die Live-Bilder rund um die Uhr an Monitoren und können bei Gefahr in Verzug sofort einen Einsatz auslösen. Nach 48 Stunden werden die Daten dann gelöscht – vorausgesetzt sie werden innerhalb dieser Frist nicht als Beweismaterial für Ermittlungszwecke benötigt, wie etwa in diesem aktuellen Fall.

Die Anlagen wurden im Rahmen des Programms „sicherer und sauberer Hauptbahnhof“ in den vergangenen Monaten auf dem Bahnhofsgelände installiert.

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Eine Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Schwachhausen ist ein schlimmer Stadtteil

    Die Gustav-Detjen-Allee gehört zu dem vom Bürgermeister Sieling als Problemstadtteil ernannten Schwachhausen. Sie bildet die Stadtteilgrenze des ehemaligen „Hannoverschen Dorfes“ zum Bremer Westen und dort, zum Stadtteil Findorff.

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