Die Bremer Imker machen sich zunehmend Sorgen um ihre Bienen: Nachdem schon in elf Beständen Sporen der Amerikanischen Faulbrut nachgewiesen wurden, ist in der Nähe der ehemaligen Galopprennbahn die Tierseuche jetzt offenbar ausgebrochen. Foto: Bollmann
Seuchengefahr

Sperrbezirk für Bienen droht

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Die Amerikanische Faulbrut ist offenbar in zwei Bienenvölkern ausgebrochen. Die Seuche ist fast unsichtbar.

Selbst Monate nachdem in mehreren Bremer Bienenbeständen Sporen der Amerikanischen Faulbrut (AFB) nachgewiesen wurden, ist man auf der Suche nach den Seuchenherden noch nicht weitergekommen.

Im Gegenteil: Mittlerweile wurden in zwei weiteren Imkereien Sporen der tückischen Tierseuche nachgewiesen und im Bereich der ehemaligen Galopprennbahn ist sie wohl schon ausgebrochen. Damit dürfte in der Vahr der erste Sperrbezirk entstehen, in dem keine Bienenvölker mehr bewegt werden dürfen.

Proben werden noch untersucht

Nachdem zuletzt auch in Bremen-Nord Sporen der AFB nachgewiesen wurden, sind die Bremer Bienenbestände flächendeckend von der Seuche bedroht. „Wir haben aber keine offizielle Seuche und kein Sperrgebiet“, betont Bärbel Schröder, Leiterin des Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienstes des Landes Bremen.

Das liegt allerdings nur daran, dass die Proben aus den Vahrer Bienenvölkern gegenwärtig noch im Bieneninstitut in Celle untersucht werden. Erst, wenn der Befund vorliege, werde man über die Einrichtung und die Größe eines Sperrbezirkes entscheiden.

„Ein unsichtbarer Feind“

Der Bienenexperte und Mitarbeiter des Veterinäramtes Friedrich Pohl hat auf einer Versammlung der Bremer Imker unterdessen Klartext geredet und dabei auch deutlich gemacht, weshalb die Seuchenherde so schwer zu entdecken sind: Bislang war in Deutschland vor allem der Erreger vom Typ ERIC I bekannt, mit typischen Symptomen wie eingesunkenen Zelldeckeln und breiig zersetzten Larven.

Bei den nachgewiesenen Sporen handele es sich aber zumeist um den bislang noch fast unbekannten genetisch unterschiedlichen Typ ERIC II, der die Larven bereits vor der Verdeckelung tötet. Die Bienen entfernen dann die tote Larve aus der Zelle und geben dem Imker so kaum eine Chance, die Seuche zu erkennen. „Es bleibt ein unsichtbarer Feind“, so Pohl. Bei den beiden Völkern in der Vahr, die ein Neuimker gerade aus dem Ruhrgebiet bekommen hat, handele es sich dagegen wohl um den Typ ERIC I.

Imker sollen Bienenvölker anmelden

Trotz der schlechten Nachrichten macht Pohl den Imkern aber auch Mut: Durch Kunstschwarmsanierung, Desinfektion und andere Maßnahmen habe man die sporenbelasteten Völker vor dem Ausbruch der Seuche retten können.

Allerdings könnten den Bremer Imkern künftig längere Sperrgebiete drohen. Pohl ruft daher die Imker dazu auf, ihre Bienenvölker wie vorgeschrieben beim Veterinäramt anzumelden und die Futterkranzproben untersuchen zu lassen, damit man den Seuchenherden auf die Spur kommt.

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Aus dem Ausland zugewanderte Faulbrut hat in Bremen traditionell ihren Platz

    In Bremen bestimmen zugewanderte Politiker aus aller Herren Bundesländer zu einem großen Teil die Politik. Die sind anderen Ortes in der eigenen Heimat als Politiker nicht integrierbar gewesen. Das hat nicht nur zur Folge, dass auf der Galopprennbahn in der Vahr sämtliche Aktivitäten ins Stocken geraten sind. Und allein das ist schon eine starke Belastung für die Stammwurzelbevölkerung der Stadt, die schon seit Gastarbeiterzeiten sehr unter nicht integrierten Gastarbeitern, ihrer Kinder und Kindeskinder leidet. Das Bienenvölker dort befallen sind, macht den Standort nicht attraktiver. Nun ist er weder für Pferde, noch für Golfer noch für Bienen und noch für Wohnungssuchende nutzbar.

    Und Bremen hat deshalb die höchste Arbeitslosenquote, da der im bundesweiten Vergleich höchste Anteil hier zu verzeichnen ist, den Türkischstämmige an der Gesamtbevölkerung haben. Die wiederum haben auf die Gesamtzahl Angehöriger einzelner Gruppen aus den verschiedenen Zuwandererländern, in ihrer Gruppe die vergleichsweise höchste Arbeitslosigkeit unter sich.

    Die Bienen aus und in Bremen sind fleißige Tiere. Sie sind nur auf Grund einer Krankheit aus dem Ausland so faul geworden, wie seine zugewanderten Bewohner aus aller Herren Bundesländer und aus aller Welt es in weiten Teilen der sozial durchmischten Gesellschaft es schon immer sind oder waren.

    Ein Bienenvolk, das im Bremer Westen, dem Stadtbezirk, in dem die höchste Arbeitslosigkeit und der höchste Anteil an türkischstämmigen Menschen zu verzeichnen ist, gezüchtet wird, ist scheinbar aber nicht befallen. Dessen Körbe stehen auf dem Gelände der Stahlwerke, vermutlich in der Nähe des Hochofens, und werden von einer Betriebsgruppe und ehemaligen Mitarbeitern betreut. Die haben, als Blechritter der IG-Metall angehörend, ihr Leben lang ihre Arbeitsplätze steuerlich subventioniert bekommen. Wie viele hiervon türkischstämmig sind, die sich über diese Angebote, über Arbeit und das Hobby, als nach den Sitten und Gebräuchen der ortsansässigen Bremer Community bislang integrierbar zeigten, ist allerdings nicht bekannt. Dort steht die größte Moschee, die auch das weit sichtbare Mahnmal der Bildung einer nicht integrierten Parallelgesellschaft, die nach eigenen Community-Regeln nebenher lebt, darstellt.

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