Werdersee, Kiosk, Foto: Bültel, 2019 Die Ausschreibung für einen neuen Betreiber des kleinen, roten Kiosk läuft bereits., denn erf ist insbesondere in den Sommermonaten gefragt. Foto: Bültel
Ausschreibung läuft

Saisonstart am Werdersee mit Zwischennutzung

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Nach der Zwischennutzung in diesem Jahr wird ein neuer Betreiber für den Deichschartkiosk gesucht.

Die Rolläden sind wieder oben und die Besucher des Werdersees wieder versorgt: Am Samstag startete der Kiosk am Werdersee in die neue Saison. Doch in diesem Jahr ist etwas anders.

Betrieben wird die kleine rote Hütte am Deichschart diesmal nicht vom Beschäftigungsträger Bras, sondern in Form einer Zwischennutzung vom Verein Farm, der sich ebenfalls mit der Wiederiengliederung von Langzeitarbeitslosen in die Arbeitswelt beschäftigt.

Zwischennutzung als Übergangslösung

Nachdem der Kiosk 2012 wieder aufgebaut wurde, finanzierte Bras den Betrieb zuletzt durch das vom europäischen Sozialfonds geförderte Programm Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier.
Die Förderung sei nun ausgelaufen, wodurch es nicht möglich sei, den Kiosk weiterzubetreiben. Es fehle an Mitarbeitern, sagt Bras-Geschäftsführer Kai Hausen.

Da aber insbesondere in den Sommermonaten weiterhin der Bedarf für einen Kiosk vorhanden sei, habe Bras einer Zwischennutzung zugestimmt, bis ein neuer Betreiber gefunden sei. „Die Zwischennutzung läuft vielleicht bis zum Jahresende“, sagt Hausen.

Unterlagen bis nächsten Sonntag anfordern

Die Ausschreibung zur Nutzung des Deichschart Kiosk am Werdersee läuft bereits. Unterlagen können bis 23. Juni beim Senator für Umwelt angefordert werden.

Ob sich der Zwischennutzer Farm auch bewerben wird, steht noch nicht fest. „Wir wollen erstmal sehen, wie es anläuft und auch, wie es sich anfühlt. Vielleicht bewerben wir uns dann auch“, sagt Luna Bolz, Koordinatorin des Projekts beim Verein Farm.

Tee- und Kaffee-Pavillon

Für die Zeit, in der Farm den Kiosk nutzt, wird es auch weiterhin keinen Alkohol oder Zigaretten im Verkauf geben. Etwas, das die Ausschreibung für die weitere Nutzung nicht vorschreibt beizubehalten.

„Wir sehen den Kiosk eher als einen Tee- und Kaffee-Pavillon. Wir wollen auch Gymnastik auf der Wiese anbieten bis hin zu Theater“, sagt Bolz.

Damit wäre auch die Voraussetzung eines soziokulturellen Angebots vom zukünftigen Betreiber, welche in der Ausschreibung formuliert ist, erfüllt.
Derzeit sucht Farm noch engagierte Mitarbeiter, die den Betrieb am Werdersee unterstützen wollen.

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2 Antworten

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Wenigstens wollen die Farmaktivisten nicht zum Bolzen am Kiosk animieren. So lange er nur als Tee- und Kulturpavillon betrieben und gefördert wird, brauchen die Betreiber nur Angst vor Vandalismus zu haben, dem ihr Projekt zum Opfer zu fallen droht.

    Ist ein Betreiber gefunden, der hiervon ohne Fördermittel existieren soll, muss der gut versichert sein, das ganze Jahr hindurch geöffnet haben und Alkohol und Zigaretten im Angebot haben. Auch in die Einrichtung muss investiert werden. Eine Bratstation für Pommes und Bratwurst, Kühlgeräte für Eis und Getränke sowie die Produkte, die ein gut laufender Kiosk im Angebot haben muss, werden in Zukunft neben Betrunkenen und Randalierern, auch Diebe vom Kiosk zum Schwimmen im Werdersee in noch verstärktem Maße anlocken. Wie beispielsweise am Unisee in Horn auch schon seit langer Zeit zu beobachten ist, den nicht nur Studierende nutzen.

  2. Heinz Boettjer sagt:

    Ein link zur Ausschreibung wäre praktisch gewesen

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