Objekt der Begierde: Werder würde Liverpools Marko Grujic gerne ausleihen. Foto: Nordphoto In der Bundesliga traf Marko Grujic bereits im Dress von Hertha BSC auf den SV Werder. In der kommenden Saison könnten der Serbe Teamkollege von Davy Klaassen werden. Foto: Nordphoto
Grujic Ausleihe

Ebenso begehrt wie kostspielig

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Werder würde gerne den 23-jährigen Serben Marko Grujic vom FC Liverpool ausleihen – andere Klubs aber auch.

Es wäre Werders Top-Transfer des Sommers – nicht von der Ablöse her. Denn Marko Grujic kostet gar keine. Der Serbe wäre dennoch nicht ganz billig, aber vor allem wäre er eine enorme Verstärkung.
Der Bundesligist kann den 23-Jährigen, der vergangene Saison an Hertha BSC ausgeliehen war, ebenfalls nur auf Zeit verpflichten. Das möchten auch andere Clubs. Die Konkurrenz ist groß. Atletico Madrid soll sogar eine Ablöse von 25 Millionen Euro für eine feste Verpflichtung geboten haben. Doch Werder scheint weiter sehr gut im Rennen, wahrscheinlich fällt schon nächste Woche die Entscheidung.

Galatasaray keine ernsthafte Option

Marko Grujic hat eine starke Saison in Berlin hinter sich. Die Hertha hätte ihn gerne für eine weitere Spielzeit an sich gebunden. Doch der Hauptstadtclub ist wohl chancenlos, hat mit Eduard Löwen (22) vom 1. FC Nürnberg bereits einen ähnlichen Spieler für das Mittelfeld verpflichtet. Auch Atletico ist offenbar anderweitig fündig geworden. Die Spanier haben Marco Llorente (24) vom Stadtrivalen Real Madrid geholt – für eine Ablöse von 40 Millionen Euro, so heißt es.
Galatasaray Istanbul wird ebenfalls Interesse nachgesagt. Die Türken können mit einer Champions-League-Teilnahme aufwarten, dafür ist aber die Liga nicht fordernd genug.

Kein Platz im Team des Champions-League-Siegers

Denn der ausleihende FC Liverpool hofft, dass Grujic noch einen weiteren Schritt nach vorne macht. Das geht am besten in einer Topliga, die Süper Lig zählt nicht dazu. In einem Jahr soll Marko Grujic dann im eigenen Team integriert oder für viel Geld verkauft werden, so der Plan des Champions-League-Siegers.

Aktuell ist im Team von Trainer Jürgen Klopp nicht wirklich Platz für Grujic. In England wird damit gerechnet, dass der Mittelfeldspieler beim Trainingsstart Anfang Juli nicht dabei sein wird.

Klopp mag Werders Spielweise

Möglicherweise ist er dann bereits in Bremen. Helfen könnte das gute Verhältnis zwischen Jürgen Klopp und Florian Kohfeldt. Klopp hat in der Vergangenheit mehrfach die Spielweise der Bremer ausdrücklich gelobt. Allerdings hat auch Liverpool nichts zu verschenken. Die Leihgebühr dürfte üppig sein, das Gehalt von Marko Grujic sicherlich auch. Anders kann sich Werder einen Spieler mit der Klasse eines Grujic (Marktwert bei 20 Millionen Euro) aber nicht leisten.

Kruse-Verlust wäre kompensiert

Der Serbe soll das Mittelfeld noch stärker machen. Er könnte mit Davy Klassen als Achter auflaufen, und dafür würde wohl Maximilian Eggestein auf die Sechs rücken. Für Kevin Möhwald könnte es dann etwas ungemütlich werden. Der 25-Jährige hat aber letzte Saison bewiesen, dass er den Konkurrenzkampf nicht scheut und sich weiterentwickeln kann.
Käme nach Niclas Füllkrug aus Hannover neben Grujic auch noch Michael Gregoritsch aus Augsburg zu Werder, wäre der Verlust von Max Kruse mehr als kompensiert. Werder würde sogar die Last der Spielgestaltung auf noch mehr Schultern verteilen, würde weniger ausrechenbar.

Erste Hilfe auf dem Weg nach Europa

Einziger Nachteil bei dem Grujic-Deal: Der 23-Jährige wäre nur so etwas wie eine Erste-Hilfe auf dem Weg nach Europa. Denn bringt er den Club mit guten Leistungen zurück ins internationale Geschäft, wird er schon fast wieder gehen müssen, weil er nicht mehr bezahlbar sein dürfte. Das ist der Nachteil bei Leihgeschäften. Aber dieses Risiko muss Werder aus finanziellen Gründen wohl eingehen, um sich verstärken zu können.

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Dummheit siegt immer

    Selbst in der Sommerpause wird über die Könige der Dummen berichtet. Und die Bundeskanzlerin gratuliert der Frauennationalmannschaft dieser Spezies, zu einer Lappalie. Dem Einzug ins Viertelfinale.

    Vergessen wird hierbei, dass die Säbelfechter Europameister geworden sind. Nicht einmal so viel Manieren, auch ihnen zu gratulieren, hat die Bundeskanzlerin. Ein deutscher ist beim Golf-Turnier in München gut und aussichtsreich platziert.

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