Football ist ein Spiel um Raumgewinn und geprägt von viel Taktik. Die Badgers spielen in der Regionalliga Nord und möchten gerne in die zweite Liga. Foto: Harm Football ist ein Spiel um Raumgewinn und geprägt von viel Taktik. Die Badgers spielen in der Regionalliga Nord und möchten gerne in die zweite Liga. Foto: Harm
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Football ist in Ritterhude großer Sport

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Gewinnen - das wollen die Ritterhude Badgers beim heutigen Heimspiel. Wir haben die Mannschaft mal besucht.

Manchmal, sagt Christian Buchholz, komme ihm Ritterhude wie das kleine gallische Dorf aus den Asterix-Comics vor. „Wenn der Gegner unseren kleinen Kader sieht, denkt er sich, das sei zu schaffen, aber wir haben viel entgegen zu setzen.“ Diese Worte kommen von dem Mann, der bei den Ritterhude Badgers als Defense Coordinator aktiv ist, der die Verteidiger auf den Gegner einstellt, taktiert und formiert. Dem Football ist er vor mehr als 25 Jahren verfallen. Seit 2011 ist er mit wenigen Unterbrechungen Coach bei den Badgers – und nach wie vor begeistert von dem Spiel und dem Spirit.

„Es ist der ultimative Teamsport. In keinem anderen Spiel kommt es so sehr auf das Miteinander an“, sagt Buchholz. Das Besondere sei aber auch, dass für wirklich jeden etwas dabei ist: „Große und Kleine, Dicke und Dünne finden beim Football eine Position“, weiß auch Kassenwart Reinhold Scheithauer.

Vergangene Spiele knapp verloren

Die Ritterhude Badgers feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Und das ist keine Selbstverständlichkeit. Vor einigen Jahren standen die Dachse kurz vor der Auflösung. „Dann hat man sich nochmal aufgerafft und einen neuen Trainerstab aufgebaut“, sagt der Vorsitzende Holger Bürger. Seitdem habe sich im Sponsoring und im Marketing viel getan.

Es gibt ein Jugendteam und Kooperationen, zum Beispiel mit der Jacobs University. Die Spieler kommen nicht nur aus Ritterhude, dem Landkreis, Bremen und Umgebung, sondern werden auch aus den USA geholt. „Der Quarterback zum Beispiel ist fast immer ein Amerikaner“, erklärt Bürger.

Wenn die Mannschaft am heutigen Sonntag um 15 Uhr im Stadion Moormannskamp gegen die Hamburg Pioneers antritt, wünschen sich die Badgers einen Heimsieg. „Wir spielen momentan echt schön, aber gewinnen nicht“, sagt Buchholz. Die vergangenen Spiele habe die Mannschaft meist knapp verloren. „Vielleicht spielen wir jetzt mal nicht so schön und gewinnen dafür“, fügt der Coach mit einem Lachen hinzu.

Um die 1.000 Zuschauer bei Heimspielen

Eine Schwierigkeit derzeit ist der kleine Kader, bedingt durch viele Spieler, die sich teils auf dem Feld, größtenteils aber außerhalb des Sports verletzt haben. Auf dem Papier besteht die 1. Herren aus etwa 50 Spielern, bei den Spielen treten aber tatsächlich etwa nur 30 an. „Und die versuchen den Ausfall der Mitspieler zu kompensieren und schaffen das auch sehr gut“, sagt Buchholz. Auch deshalb zieht er gerne den Vergleich mit dem gallischen Dorf. Und Holger Bürger ergänzt: „Alle sind mit ganz viel Herzblut dabei. Der Zusammenhalt ist groß und der Spirit ein ganz besonderer.“

Das gilt übrigens nicht nur für die Herren. Seit dem Frühjahr wird bei den Badgers auch wieder eine Damen-Mannschaft trainiert und aufgebaut. Abteilungsleiterin ist Anna Höpner. Sie freut sich über mehr interessierte Frauen, die neugierig auf Football sind und lädt zum Training ein. Höpner selbst sagt, dass sie angetan ist von der familiären Atmosphäre in Ritterhude.

Zahlenmäßig nicht mehr so familiär kann es bei den Heimspielen zugehen. Dann stehen schon mal um die 1.000 Zuschauer im Stadion. Auch dann zeigt sich wieder der Spirit des gallischen Dorfes Ritterhude. „Was hier passiert ist etwas Besonderes für den Ort und die Umgebung“, sagt Buchholz.


Heimspiel:

Die Ritterhude Badgers treten am heutigen Sonntag gegen die Hamburg Pioneers an. Das Spiel beginnt um 15 Uhr im Moormannskamp Stadion. Für Football-Neulinge wird das Regelwerk erklärt. Auch für Essen und Getränke ist gesorgt.

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Das macht den Unterschied

    Beim Football prügeln sich gut geschützte Spieler auf dem Feld nach Regeln. Beim Fußball kennen Fans keine Regeln und prügeln sich auf der Tribüne. Beim Boxen schlagen sich die Protagonisten die Birne so weich, wie die dieser Fans auch schon lhne Schläge ist.

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