Der Brand brach im hinteren Bereich der denkmalgeschützten Fliegerhalle aus. Neben dem Innenraum und der Fassade sind auch Schäden am Dach sichtbar. Foto: Harm
Blumenthal

BWK-Brand: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

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Nach dem Brand in der Fliegerhalle geht die Polizei von Brandstiftung aus. Die Wfb ermittelt den Schaden.

Nach dem Brand in der denkmalgeschützten Fliegerhalle auf dem Gelände der Bremer Wollkämmerei (BWK) ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. Dies teilten die Wirtschaftsförderung Bremen (Wfb) und die Polizei auf Nachfrage mit. Die Ermittlungen zu den Tätern dauern weiter an.

Die Fliegerhalle gehört zum Bestand der Wfb. „Wir werden mit dem Landesamt für Denkmalpflege sprechen, sobald wir mehr über den aktuellen Zustand des Gebäudes, vor allem über die Statik, wissen. Zurzeit laufen entsprechende Begutachtungen“, sagt Wfb-Sprecherin Andrea Bischoff. „Wir haben das Gebäude außerdem gesichert, damit niemand zu Schaden kommt.“ Weitere Informationen zur Schadenshöhe und der Zukunft der Halle könnten erst nach Abschluss der Untersuchungen und Gespräche gemacht werden.

Eröffnungsfeier kann trotzdem stattfinden

Detlef Gorn, der Vorsitzende des Fördervereins Bremer Wollkämmerei, äußerte sich am Tag nach dem Brand unter anderem per Mail. Für ihn sei die Fliegerhalle mehr gewesen als ein unter Denkmalschutz gestelltes Gebäude. Diese Bedeutung untermalte er mit mehrere Jahreszahlen. So habe die Fliegerhalle 1934 als Veranstaltungsort zur Feier des 50-jährigen Bestehens der BWK gedient, als Ausrichtungsort für das Bremer Musikfest und war auch Lernort für über 1.500 Volontären von weltweiten Textilunternehmen.

1934 sind die 118 Opfer eines Luftangriffs durch amerikanische Bomber auf den Vulkan in der Halle aufgebahrt worden. Gorn bestätigte, dass der Brand und die Folgen keine Einfluss auf die offizielle Eröffnungsfeier zum Tag des offenen Denkmals am 8. September haben werden.

Erste Schadensberechnungen gehen von 80.000 Euro aus

Das Feuer brach in der Nacht zu Mittwoch aus. Mehrere Anrufer hatten um kurz vor Mitternacht einen Feuerschein und Rauchentwicklung im Bereich der Straße Marschgehren gemeldet. Neben Einsatzkräften der Feuerwachen 5 und 6, der Freiwilligen Feuerwehr Blumenthal und dem Rettungsdienst wurden noch Kräfte der Feuerwache 4 sowie der Freiwilligen Feuerwehren aus Vegesack und Farge alarmiert.

Vor Ort waren knapp 80 Einsatzkräfte mit 25 Fahrzeugen. Der Einsatzleiter schätzte die Schadenshöhe nach der ersten Betrachtung auf etwa 80.000 Euro ein.

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