Das Gastronovi-Team: Karl Jonderko, Andreas Jonderko (oben), Bartek Kaznowski (unten), Chris Jaentsch und Roman Gramse. Foto: Gastronovi
Software

Gastronovi: Der unsichtbare Helfer

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Die Bremer Firma Gastronovi will mit ihrer Software den Alltag in der Gastronomie erleichtern.

Den Kellner per Smartphone rufen oder mit dem eigenen Handy im Restaurant bestellen – das Bremer Unternehmen Gastronovi will Gäste und Gastronomen den Alltag erleichtern und hat eine Software für Gewerbetreibende entwickelt.

Als Geschäftsführer eines Cafés oder Restaurants reiche es heute nicht mehr, sich mit Essen und Personal auszukennen, man müsse auch ein guter Einkäufer, Lagerist und Verkäufer sein, sagt Andreas Jonderko.

„Das ist für viele ein enormer Aufwand“, so der Gastronovi-Geschäftsführer, der das Unternehmen vor zehn Jahren mit seinem Bruder und zwei Studienfreunden gründete. „Unsere Mission ist es, die Gastronomen zu professionalisieren.“

Ein System für alle

Doch als Andreas Jonderko und seine Mitstreiter erstmals die Idee für eine Gastronomie-Software hatten, war Digitalisierung fast noch ein Fremdwort in der Branche.

„Die Gastronomie nutzte das bisher gar nicht“, erinnert sich der Geschäftsführer. In Gesprächen mit Gastronomen fiel den Gründern auf: Ob Restaurant, Café oder Imbiss, die Anforderungen seien stets die gleichen – man brauche ein Kassensystem, ein System für die Annahme von Vorbestellungen, eine gute Homepage, Tischreservierungen und so weiter.

Die Herausforderung war klar: „Das System muss einen Donutladen, aber eben auch einen Franchisebetrieb abbilden können“, sagt Andreas Jonderko. Drei Jahre tüftelte das ehemalige Bremer Start-up an der Entwicklung von Gastronovi.

Funktionen frei wählbar

Da in vielen Betrieben häufig das Personal wechsle, sollte die Bedienoberfläche entsprechend leicht zu bedienen und auf die wesentlichsten Funktionen reduziert sein. Durch den modularen Aufbau kann der Gastwirt wählen, welche Funktionen er tatsächlich für seinen Alltag benötigt.

Gespeichert wird das Programm nicht auf den lokalen Rechnern der Gastronomiebetriebe, sondern auf einem von Gastronovi eingerichteten Server, auf den über das Internet zugegriffen wird. Das habe auch den Vorteil, dass die Software mit unterschiedlichsten Geräten genutzt werden könne, sagt Jonderko.

Inzwischen auch international unterwegs

2017 konnten die Softwareentwickler den Lebensmittelgroßhändler Transgourmet als strategischen Partner gewinnen. „Dadurch konnten wir den Schritt zur Internationalisierung gehen“, sagt Jonderko.

Inzwischen beschäftigt das Unternehmen mehr als 60 Mitarbeiter und ist mit seinem System in vielen europäischen Ländern vertreten – allein in der Hansestadt nutzen rund 100 Gastronomiebetriebe die Lösung aus Bremen.

Die zunehmende Digitalisierung sei inzwischen auch in der Gastronomie angekommen. Der Wunsch der Gastronomen nach automatisierten Prozessen komme auch Gastronovi zugute: „So richtig ist die Digitalisierung erst jetzt in Mode gekommen“, sagt Geschäftsführer Jonderko.

von Insa Lohmann

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