Eine Maßnahme zum Schutz der Wiesen in Obervieland sind künstliche Polder, die mit Hilfe von Windrädern verhindern sollen, das bestimmte Areale vertrocknen.Foto: Barth
Klimaschutz

Wie die Wiesen feucht bleiben

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Projekt „KommKlima“ soll Arten und Lebensräume im Grünlandring um Bremen erhalten.

„Naß statt trocken“: Unter diesem Motto hat die Gesellschaft Hanseatische Naturentwicklung (Haneg) die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel, ins Niedervieland eingeladen.

Vor Ort wollten sie der Präsidentin demonstrieren, welche Maßnahmen sie als Träger des Projektes „KommKlima“ für den Erhalt der Wiesen im Grünlandring um Bremen bereits durchgesetzt haben.

Trockenheit bedroht Bremer Grünland

Ziel des vom Bund mit insgesamt 2,5 Millionen Euro geförderten Projektes ist der Schutz von Arten, Lebensräumen und dem Ökosystem im Hinblick auf die Veränderungen durch den Klimawandel.

„Das für Bremen typische Grünland ist durch Trockenheit bedroht. Viele Vogelarten kommen durch die trockene Erde nicht mehr an Nahrung und sind bedroht, auch Amphibien und Pflanzenarten sind betroffen“, sagte Projektleiterin Kerstin Kunze von Haneg.

Kleingewässer trocknen während der Amphibienentwicklung vorzeitig aus. Wiesenvögel finden zur Brutzeit nicht mehr die für die Nahrungssuche wichtigen, „stocherfähigen“ Böden und die Regulationsfähigkeit der Flächen nimmt ab, sagte Kunze.

Maßnahmen treffen

Ein neue Grünlandpolder im Niedervieland ist eine der Vorsorgemaßnahmen, die im Rahmen des Projektes KommKlima umgesetzt und deren Wirkung wissenschaftlich begleitet wird.

Forschungspartner ist die Leibniz Universität Hannover. Im Polder kann mit Hilfe eines Windrads Wasser aus umliegenden Fleeten zugeführt und so der Boden bei ausbleibenden Niederschlägen feucht gehalten werden.

Im Naturschutzgebiet Ochtumniederung bei Brokhuchting werden zudem verschiedene Wasserbauwerke zur flexibleren und schnelleren Zu- und Entwässerung des Grünlands optimiert. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird im Herbst 2019 abgeschlossen.

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2 Antworten

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    KommKlima? Geht man heute vor die Tür ist man pitschnass. Was für ein Klimawandel, im Gegensatz zum Wetter gestern.

    Klima kommt automatisch. Klimapaniker und Naturschützer sind wohl allenthalben fehlgeleitet. Fürs Klima gibt es doch die globale Medienpräsidentin Gretha. Für den Naturschutz, ausreichend Landwirte und Jäger. Die städtischen Blumentopfgrünen traben beiden Frauen hinterher, wie pubertierende und spätpubertierende Weltverbesserer. Die Restparteien lassen sich ebenso fehlleiten und verblenden.

    Auch heute und im ganzen August kommt das Klima sehr ausgewogen daher. Nach den par Tagen Sommerhitze, regnet es zum Ausgleich anständig für den Rest der Sommersaison.

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