Soll Staatssekretärin der Bildungssenatorin werden: Arnhild Moning. Foto: Lürssen
Lehrermangel

Bogedan will laufend neue Lehrer einstellen

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Die Bremer CDU sieht als Grund des Lehrermangels das Versagen des vergangenen Senats.

Im Wahlkampf habe sie irgendwo gelesen, das Bildungsressort müsse man wollen, sagte Claudia Bogedan am Dienstag bei einer Pressekonferenz anlässlich des am morgigen Donnerstag beginnenden Schuljahres.

„Wir wollen“, bekräftigte die alte und neue Senatorin für Kinder und Bildung und bezog dabei ihre designierte neue Staatsrätin Arnhild Moning gleich mit ein.

41 Stellen unbesetzt

Zu tun gibt es für das Gespann genug: Obwohl Bremen 188 Lehrkräfte (174 Vollzeiteinheiten) neu eingestellt hat, sind aktuell 41 Stellen unbesetzt. „Es werden weiterhin laufend Lehrkräfte eingestellt“, verspricht Bogedan.

Das sei dringend notwendig, um die Lehrkräfte, die an Bremens Schulen engagiert und oft am Limit arbeiten, zu entlasten und die freien Stellen zu besetzen.

Um Löcher zu stopfen greift die Behörde auf 344 Studierende zurück, die in der Stadtteilschule angestellt sind. Sie dürfen bis zu elf Stunden pro Woche unterrichten aber keine Klassenleitung übernehmen. Hinzu kommen 71 Lehramts-Masterabsolventen, die noch kein Referendariat begonnen haben und 63 Pensionäre.

Auch Gebäude fehlen

Außerdem besteht weiterhin Bedarf an 17 neuen Schulgebäuden. Um den Bau zu beschleunigen will Bogedan in der Bildungsbehörde eine eigene Abteilung Schulbau einrichten. Außerdem soll es eine Ressortübergreifende Steuerungsgruppe geben. Ziel sei es, Prozesse zu verändern, um Großprojekte schneller als in der bisher üblichen Zeit von sieben Jahren abzuarbeiten.

Für den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Fraktion, Thomas vom Bruch, ist der aktuelle Fachkräftemangel an den Bremer Schulen und Kitas „ein Versagen des vergangenen und eine Hypothek für den neuen Senat.“ Endlich ausreichend Personal an den Schulen sicherzustellen, sei dabei eine grundlegende Aufgabe für die zukünftige Bildungspolitik.

Es gehe aber auch darum, angemessene Räumlichkeiten und modernes Unterrichtsmaterial bereitzustellen. „Bisher haben wir viele Ankündigungen der zukünftigen Regierung gehört. Zum Schwur kommt es jedoch bei den Haushaltberatungen. Da entscheidet sich, was die Tinte im Koalitionsvertrag überdauert“, glaubt vom Bruch.(rl)

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Bremer im Exil freuen sich als Christen und ehemalige Mitglieder der CDU, dass RGR die Stadt endgültig an den Abgrund bringen wird.

    Weiter so. Denn die CDU hat über Jahre fein Schläfchen gemacht und es verpasst, langjährig auf Staatskosten lebende Abgeordnete, die an ihren Posten klammern, wie der sozial inkompetente Fraktionschef, der sich als Christ, schon viel zu viele seiner Faupaxes erlaubte, oder der gesundheitspolitische Sprecher, der als Altenpfleger mit einem Studienabschluss der neuen Generation lediglich auf Pflege und deren Management im Alter getrimmt ist, von Medizin und Krankenhauswesen, der Finanzierung der Leistungen für Patienten jedoch zu wenig versteht und sich nicht für Bürokratieabbau im gesamten Gesundheitswesen einsetzt. Auch die sozialpolitische Sprecherin, die als Finanzbeamtin lediglich Kosten im Auge hat und sich als kinderlose für Eltern einsetzt, oder die wissenschaftspolitische Sprecherin, die nur die wenigen Leistungen an der Universität im Auge hat und lobt, nicht aber ausreichend Wissen und Praxis mitbringt, die Machenschaften an Uni und insbesondere Hochschule Bremen zu durchschauen, sind zu unerfahren im Beruf außerhalb Behörde und Psychologiestudium und Parlament. Schulpolitische Sprecher auszutauschen, wurde verpasst. Einer von ihnen befindet sich im besten Rentenalter.

    Ein Meyer-Heder kann, als Unternehmer und lediglich als Quereinsteiger fungierend, mit dieser Truppe im Rücken aber nicht regieren.

    Es fehlte an ALG-II-Empfängern, an Schwerbehinderten und an Alleinstehenden ohne Kinder, die zur Wahl standen, um christliches Denken und Handeln, das schon in den Gemeinden beider christlicher Kirchen und auch in anderen Religionen missachtet wird, in die Mitte der Gesellschaft stellen zu können. Weniger den Frauen- und Familienwahn im Blick zu haben, als den großen Rest der Bevölkerung integrieren zu wollen ist vollkommen unchristlich und wird die CDU in Zukunft mehr und mehr zum Scheitern bringen.

    Dem Sozialfaschismus entschieden die Stirn zu bieten, fängt bei einem entschiedenen Votum gegen ALG-II an. Hierfür fehlt es aber den meisten Akademikern, die in der Bürgerschaft sitzen, insbesondere aber den Medizinern und Juristen in Bremen, an sozialem Sachverstand, den auch solche schlecht ausgebildeten Bildungsbürger außerhalb des Parlamentes, wie beispielsweise Sozialarbeiter, nicht aufbringen. Nicht jede Krankenschwester oder-pfleger muss einen akademischen Grad aufweisen. Gerade deshalb fehlt es an qualifizierten Arbeitnehmern im Gesundheitswesen, die noch bereit sind, am Bett und mit dem Patienten kooperativ zusammen zu arbeiten. Die Qualifikation der meisten Ärzte lässt zudem zu wünschen übrig.

    Wer kommt schon als Lehrer oder hochqualifizierter Akademiker nach Bremen, in ein Bundesland, das vergleichsweise schlechte weiche Standortfaktoren vorweist und dessen vor Ort ausgebildete Lehrer bundesweit keine Chance haben, angenommen zu werden, sofern er anderen Ortes auch noch mehr verdienen kann und für sein Geld mehr geboten bekommt. Die Industrie sucht aus diesem Grund ebenfalls nach Fachkräften. Warum wohl keine oder kaum überragend ausgebildete Ingenieure den Weg nach Bremen finden oder, im Vergleich zu den hohen Absolventenzahlen allein in diesen Studiengebieten, an Bremer Hochschulen ausreichend qualifiziert für den heimischen Bedarf absolvieren, ist die Frage, die seit Jahren unbeantwortet bleibt.

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