Die Verbindung zwischen Bremen und Vegesack ist schon seit einigen Wochen von Kürzungen und Streichungen betroffen. Nun sollen laut der Nordwestbahn Verbindungen wie Bremen-Osnabrück oder Bremen-Wilhelmshaven ebenfalls eingeschränkt werden. Foto: WR
Zugausfälle

Krisentreffen mit der Nordwestbahn

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Das Verkehrsressort berät mit der Transdev-Gruppe über Lösungen. Indes wurden weitere Verbindungen gestrichen.

„Die Situation ist nicht akzeptabel und muss schnellstmöglich verbessert werden“, sagt Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) über die zahlreichen Verspätungen und Zugausfälle im Verkehrsverbund Niedersachsen/Bremen (VBN).

Diesen Worten sollen nun Taten folgen: Nachdem die Nordwestbahn (NWB) unlängst noch weitere Verbindungen gestrichen hat, soll es in der kommenden Woche zu einem Krisentreffen in Bremen kommen.

Streichungen rückgängig machen

Das Bremer Verkehrsressort spricht mit der Geschäftsführung der Transdev-Gruppe, zu der die NWB gehört, über konkrete Vorschläge zu Verbesserung der Lage.

„Das Ziel ist, dass die Streichungen rückgängig gemacht werden“, sagt Behördensprecher Jens Tittmann. Durch die wegfallenden Verbindungen würden die Ziele des Senats zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs konterkariert, wodurch für Bremen immenser Schaden entstehe, betont er.

An Strafzahlungen sei die Stadt nicht interessiert, sondern vielmehr an einem funktionierenden ÖPNV-System. Welche genauen Vorschläge und Forderungen an die TransDev-Geschäftsführung gerichtet werden sollen, will Tittmann aber noch nicht verraten.

Weitere Verbindungen gestrichen

Nachdem zwischen Bremen und Vegesack jüngst zahlreiche Züge gestrichen und die verbliebenen gekürzt wurden, hat die NWB für September nun weitere Maßnahmen angekündigt: Die Fahrgäste auf den Strecken Bremen  –  Osnabrück, Bremen  –  Wilhelmshaven und Osnabrück  –  Oldenburg müssen ab dem 7. September öfter auf Busse umsteigen oder längere Fahrzeiten mit Umstiegen auf andere Verbindungen in Kauf nehmen.

Zwischen Bremen und Osnabrück etwa müssen Fahrgäste am Wochenende in Delmenhorst den Zug wechseln und mehr Fahrzeit einplanen. Zwischen Wilhelmshaven und Bremen fahren am Wochenende demnach nur noch Busse.

Ticketpreise sollen teilweise erstattet werden

Laut NWB-Sprecher Steffen Högemann soll dieses Konzept vermutlich bis April 2020 andauern. „Erst dann werden nach aktuellem Planungsstand ausreichend Triebfahrzeugführer vorhanden sein, um alle Zugleistungen erbringen zu können“, sagt er.

Unterdessen hat Verkehrssenatorin Schaefer angekündigt, dass Fahrgäste im VBN-Netz wohl ab 2020 Entschädigungen in Höhe von 50 Prozent des Ticketpreises, mindestens aber von zwei Euro, bekommen sollen, wenn sich der Beginn einer Fahrt um mehr als 20 Minuten verzögert.

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Nach oben buckeln und nach unten treten

    Wie froh sind Menschen mit Wohnort in Niedersachsen, können sie sich, als Familienmenschen, im öffentlichen Dienst in Bremen auf Kosten von alleinstehenden Schwerbehinderten profilieren und ihnen mit Hilfe so genannter Kollegen mit Familien oder alleinerziehenden Kolleginnen mit Kindern aus Bremen sowie Vorgesetzter den Arbeitsplatz nehmen. In Bremen erhalten Niedersachsen ein dreizehntes Gehalt und anteilsmäßig Urlaubsgeld, was der öffentliche Dienst in Niedersachsen schon lange nicht mehr zahlt. Die Einkommenssteuer zahlen sie am Wohnort, wie auch die vielen Einpendler die am Band des großen Autobauers ihr Geld verdienen. Insbesondere kinderlos alleinstehende Bremer sind gezwungen, nach Niedersachsen auszupendeln, da Vollzeitarbeitsplätze mit der CO2-Bilanz schadenden Beschäftigten aus Niedersachsen besetzt sind, die sonst wesentlich weiter fahren müssten, um Arbeitsplätze in der Verwaltung des öffentlichen Dienstes in Niedersachsen zu erhalten oder beim großen Autobauer in Wolfsburg am Band.

    Die vielen Ein- und Auspendler nach und aus Bremen sind gut beraten, schaffen sie sich ein E-Speed-Bike an. Damit sind sie schneller am Ziel, als mit der Bahn, und sie entsprechen den Radfahrern an der Regierung.

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