Ralph Saxe ist nicht nur Weinkenner, sondern produziert auch selber Wein. Foto: Barth
Benefizprojekt

Bremer Wein: Messungen sprechen für guten Jahrgang

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Weinhändler und Hobby-Winzer Ralph Saxe sammelt wieder Trauben für den Bremer Wein.

Der Sommer 2019 war zwar nicht so heiß wie 2018, trotzdem gab es auch in der Hansestadt wieder genug Sonne, um die Weintrauben reifen zu lassen. In den kommenden Tagen beginnt die Lese für den Bremer Wein.

„Wenn man die Bremer Weinberge inspiziert, sieht es qualitativ sehr toll aus. Es könnte ein hervorragender Jahrgang werden“, meint Ralph Saxe.

Der Weinhändler aus der Wachmannstraße freut sich wieder über Traubenspenden aus Bremer Gärten, die er zum Bremer Wein verarbeiten kann. 2019 geht das Benefiz-Projekt in den 13. Jahrgang. 2018 beteiligten sich daran Spender aus zehn Stadtteilen. Erst kürzlich wurden aus dem Verkaufserlös 1.000 Euro für den Platz der Kinderrechte gespendet.

Einige Weinbauern spenden jedes Jahr

Eine ganze Reihe potenzieller Traubenspender habe sich in den vergangenen Tagen schon bei ihm gemeldet, berichtet Saxe. Hinzu kommen „Weinbauern“, die schon seit vielen Jahren ihren Teil beitragen. So kann sich Saxe beispielsweise auf zwei Großspender stützen. „In der Franziusstraße konnte ich vergangenes Jahr 50 Kilo ernten. Und aus Oberneuland bekomme ich auch immer eine größere Partie“, verrät er.

Es dürften aber gerne noch mehr werden. Eine Mindestmenge gibt es dabei nicht. „Die Reife muss stimmen“, erklärt Saxe das entscheidende Kriterium. „Aus Trauben mit einem Zuckergehalt unter 80 Oechsle mache ich keinen Wein“, sagt er.

Die Chancen stehen gut, dass viele Bremer Trauben diese Grenze knacken. Zwischen 70 und 105 Grad Oechsle hat Saxe bisher in diesem Jahr in der Hansestadt gemessen. „Die Mostgewichte werden in diesem Jahr nicht ganz so hoch sein“, vermutet er.

Zuckergehalt entscheidet nicht allein über Qualität

Dennoch müsse der Wein deshalb nicht schlechter sein als im Vorjahr. „Zuckergehalt ist nicht alles. Durch die Trockenheit hatte der Wein 2018 weniger Extrakt. Das wird in diesem Jahr besser sein“, schätzt er. „Es könnte also sein, dass der Jahrgang 2019 sogar besser wird als 2018.“

Das zweite trockene Jahr in Folge hat allerdings auch an einigen Weinstöcken Spuren hinterlassen, hat Saxe festgestellt. „Es gibt mehr Stöcke, die nicht genug Wasser bekommen haben“, erklärt er. Gleichzeitig sei aber die Konkurrenz durch Amseln und Wespen in diesem Jahr geringer als in der Vergangenheit.

Wer seine Trauben für das Benefizprojekt Bremer Wein spenden möchte, erreicht Ralph Saxe unter der Telefonnummer 0173  606  63  06.

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Drogenhändler und Grüner Abgeordneter

    Solche Menschen, die mit einem Glas Wein in der Hand und der Droge Alkohol im Handel Politik machen, fahren wohl deshalb kein Auto, weil sie zu viel trinken. Es ist Zeit für mehr Alkoholkontrollen bei Fahrradfahrern und in der Bremischen Bürgerschaft.

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