Auf dem ehemaligen Könecke-Gelände stand eine Lagerhalle in Flammen. Foto: Feuerwehr Bremen
Großbrand

Feuerwehr Bremen im Dauereinsatz

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Mit gleich zwei Großbränden hatte es die Feuerwehr am Montag und in der Nacht in Bremen zu tun.

Inzwischen ist auch der zweite Großbrand auf dem Gelände der ehemaligen Könecke-Wurstfabrik in Bremen-Hemelingen gelöscht. Gegen 5.30 Uhr (am Dienstag), meldetet die Feuerwehr Feuer aus.

Viel zu tun für die Feuerwehr

Zuvor hatten die Einsatzkräfte bereits ein Feuer im Kino Cinestar Kristallpalast an der Hans-Bredow-Straße neben dem Einkaufscenter Weserpark bekämpft. Gegen 15 Uhr am Montag wurde der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Bremen der Brand gemeldet.

Alarmiert wurden die Feuerwachen 1, 2 und 3 sowie den Einsatzleitdienst. Wegen der starken Rauchentwicklung im zweiten Stock des Gebäudes wurden weitere Kräfte zur Verstärkung angefordert, darunter die Freiwilligen Feuerwehren.

Brand am Kristallpalast gelöscht

Das Feuer war in zwei Technikräumen im ersten Obergeschoss ausgebrochen und hatte laut Feuerwehr bereits auf die Außenfassade übergegriffen. In den Räumen platzte durch die hohe Wärmeentwicklung der Putz von den Wänden und der Decke. Während der Löscharbeiten räumten Einsatzkräfte der Polizei das Gebäude. Gegen 20 Uhr war der Brand gelöscht. 

Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 42 Fahrzeugen und etwa  100 Einsatzkräften vor Ort. Zur Schadenshöhe konnte vom Einsatzleiter keine Angaben gemacht werden.

Einsatz am Sebaldsbrücker Bahnhof

Noch während des laufenden Einsatzes im Kristallpalast wurde der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle gegen 18.25 Uhr am Montag ein weiteres Großfeuer in der Straße Zum Sebaldsbrücker Bahnhof gemeldet.

Zu diesem Feuer eilten weitere Kräfte samt Freiwilliger Feuerwehren aus dem gesamten Stadtgebiet. Diese fanden eine brennende Lagerhalle auf dem ehemaligen Gelände der Könecke-Wurstfabrik vor.

Sukzessive verstärkten freiwerdende Einsatzkräfte des Einsatzes am Kristallpalast die neue Einsatzstelle. Unterstützung bekamen sie auch durch den Telekopmast der Werkfeuerwehr Daimler AG Werk Bremen.

Zwei Einsatzkräfte verletzt

Angrenzende Gebäude wurden von der Polizei geräumt und ein Übergreifen der Flammen verhindert. Mehrere Personen mussten vor Ort wegen der Starken Rauchentwicklung und des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung versorgt werden. Eine Kollegin und ein Kollege der Feuerwehr kamen mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Evakuierte Anwohner wurden einem Bus untergebracht.

Vor Ort waren 83 Fahrzeuge mit 310 Einsatzkräften.

Noch bis mittags ist laut Feuerwehr mit Verkehrsbehinderungen rund um das Gelände zu rechnen.

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2 Antworten

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Bremens 24-Std.-Progrom?

    Das Kunstwerk, das in der Nacht zu Dienstag vor der Kunsthalle brannte, nicht zu vergessen. Eine Schande, dass sich hier vermutlich und mit solch schlimmen Folgen für die Feuerwehr, die alles gab, um zu retten, an einer oder anderer Stelle an Deutscher Hochkultur vergriffen worden ist.

    Erst brennt ein Kino. Die ersten Kinovorführungen fanden im Jahre 1895 in New York (Mai), Berlin (November) und Paris (Dezember) statt. Danach fing die Lagerhalle einer ehemaligen Produktionsstätte für deutsche Kulinarik, die der ehemaligen Wurstfabrik in Sebaldsbrück Feuer. Der Brand eines Kunstwerkes vor der Kunsthalle setzte den Höhepunkt der Serie von Untaten gegen das deutsche Leitkulturgut in dieser Nacht.

    Zumindest die Verbrennung eines Kunstwerkes, dass vor der Kunsthalle stand lässt vermuten, dass hier Brandstifter am Werke waren. Vielleicht muss sogar der Verfassungsschutz ermitteln? Ob die Lagerhalle der stillgelegten Wurstfabrik durch Menschenhand mit Absicht oder aus nachlässiger Unachtsamkeit von etwaigen legalen oder illegalen Zwischennutzern, die sie beleben, damit sie nicht leer steht in Brand geraten ist, bleibt ebenso rätselhaft, wie die Frage danach, ob die Brandursache im Kino, womöglich auf einen technischen Defekt zurückzuführen war.

  2. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Mordkommission, Gewerbe- und Bauaufsicht sowie Staatsschutz schon eingeschaltet?

    Die Feuer vor der Kunsthalle und in der Lagerhalle der Wurstfabrik wurden durch Brandstiftung verursacht. In einem Falle wurde ein Kunstwerk in Mitleidenschaft gezogen, dass anlässlich des 200. Jubiläums der Stadtmusikanten von einem belgischen Künstler angefertigt worden ist. Brennende Kunst ist aber nur ein Grund, der in Bremen dafür spricht, den Staatsschutz von Bremen einzusetzen. Obwohl nirgends dokumentiert ist, dass die Stadtmusikanten in Bremen tatsächlich angekommen sind, wohin sie dereinst aufgebrochen waren, sind sie das einzige Wahrzeichen Bremens, das weltweit überhaupt mit Bremen in Verbindung gebracht wird. Vielleicht ist es der Grund, dass angezweifelt werden muss, dass die Stadtmusikanten vielleicht gar nicht in Bremen waren, weshalb der Innensenator von Ermittlungen in diese Richtung bislang Abstand genommen hat.

    Ob es allerdings nur ein dumme-Jungen-Streich war, ist fragwürdig. Eher ist zu vermuten, dass sich ein oder mehrere Täter aus den Kreisen militanter Umweltschützer daran gemacht haben, die Skulptur, die in Anlehnung an die Bremer Stadtmusikanten, u. a. mehrere Fahrzeuge übereingestapelt darstellte, unter ihnen ein alter Diesel-Bus, der Feuer fing, angesteckt haben. Es können aber genauso gut Rechte gewesen sein, die gegen Kunst im öffentlichen Raum sind, die ihnen nicht gefällt. Eine schwierige Abwägungssache für den Innensenator.

    In der Wurstfabrikhalle sollen in Wohnungen darüber Menschen anwesend gewesen sein, als der Brand ausbrach, die sich retten konnten. Das ist mindestens der Versuch der fahrlässigen Tötung, wenn nicht sogar ein Mordversuch. Mal sehen, welches Ressort hier den Zuschlag für entsprechende Ermittlungen erhält und mit welchem Ergebnis der Fall abgeschlossen werden wird.

    Als Grund für das Feuer im Kino, wurden „Arbeiten“ angegeben. Die sind nach dem überraschenden Ereignis noch immer nicht abgeschlossen. Eine Woche später ist das Kino noch immer nicht wieder zugänglich. Die Nachhaltigkeit dieser „Arbeiten“ ist nicht von der Hand zu weisen. Vermutlich war es dort Unachtsamkeit von „Fachkräften“. Mal sehen, was die Gewerbe- und Bauaufsicht sagen, die sicherlich schon eingeschaltet sind.

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