Im Technologiepark sollen künftig Forscher, Entwickler und Produzenten des belgischen Unternehmens Materialise unter einem Dach arbeiten. Der Firmengründer kennt sich in Bremen bestens aus.Foto: Schlie Im Technologiepark sollen künftig Forscher, Entwickler und Produzenten des belgischen Unternehmens Materialise unter einem Dach arbeiten. Der Firmengründer kennt sich in Bremen bestens aus. Foto: Schlie
Technologie

Belgier investiert Millionen in Bremer 3D-Zentrum

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Bremen entwickelt sich zum Zentrum für 3D-Spezialisten.

Als Wilfried Vancrean nach Bremen kommt, traut er kaum seinen Augen: Im Institut für Produktion und Logistik steht tatsächlich ein 3D-Drucker, der erste 3D-Drucker Europas. Das war vor fast 30 Jahren.

Jetzt produziert der Informatiker selbst 3D-Drucker, seit 2016 auch in Bremen. Gemeinsam mit seiner Frau Hilde Ingelaere gründete er im Juli 1990 in Belgien das Unternehmen Materialise, das inzwischen sogar an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq notiert ist.

Alle Bereiche unter einem Dach

Nun erfolgte ein neuer Schritt: der Spatenstich für ein 3D-Kompetenzzentrum im Bremer Technologiepark. Rund 7,5 Millionen Euro investiert das Unternehmen dort, mehr als 120 Mitarbeiter sollen hier arbeiten.

Nicht alle Jobs sind neu, aber durch den Neubau kommen die Bremer Bereiche Forschung, Entwicklung und Produktion unter ein gemeinsames Dach. Bisher arbeiten sie an verschiedenen Orten. Zudem bietet das Zentrum mehr Platz und mehr Stellen. „Mit dem Neubau begegnen wir der wachsenden Nachfrage“, sagt Deutschlandchef Marcus Joppe.

Bremen ist ein wichtiger Standort für 3D-Industrie

Längst hat sich die Hansestadt zu einem wichtigen Standort für 3D-Druck-Firmen entwickelt. Denn Luft- und Raumfahrtunternehmen wie OHB oder Airbus zählen zu den ersten wichtigen Kunde.

Gerade sie profitieren von Produkten, die durch 3D-Druck hergestellt werden. Statt etwa Metall zu schmelzen, wird Metallstaub Schicht für Schicht aufgetragen und gepresst, um so das gewünschte Produkt herzustellen.

Künftig dürften mehr Firmen auf 3D setzen. Die Produktion ist nicht nur billiger, sie ermöglicht auch eher Sonderanfertigungen. Schon jetzt beschäftigt Materialise weltweit rund 2.000 Mitarbeiter.

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