Die meisten städtischen Sporthallen in Burglesum müssen laut Immobilien Bremen saniert werden. Symbolfoto: Pixabay
Beirat Burglesum

Rüffel für IB nach Diskussion über Sporthallen

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Der Beirat Burglesum ist mit der Sporthallen-Entwicklung unzufrieden. Das spürte auch Immobilien Bremen.

Die Erwartungshaltung des Beirats Burglesum war eine ganz andere und das zeigte sich auch in den ersten Sätzen des einstimmig gefassten Beschlusses: „Der Beirat Burglesum verurteilt die nichtssagende Vorstellung von Immobilien Bremen aufs Schärfste. Der dem Beirat Burglesum vorgestellte Maßnahmenplan aus 2017 wurde nicht umgesetzt und Zusagen wurden nicht eingehalten“, heißt es dort. Dieser Beschluss stand am Ende einer langen Diskussion zum Thema Sporthallen.

Eingangs erläuterte Robert Lawrenz von Immobilien Bremen (IB) die Zustände der Sporthallen. Abgesehen von der Halle an der Alwin-Lonke-Schule, die kürzlich einen neuen Boden erhalten hat befinden sich laut Prüfung durch den städtischen Liegenschaftsverwalter lediglich die Bezirksportanlage Marßel und die Halle der Grundschule Landskronastraße in einem guten Zustand. Die übrigen acht Sportgebäude in Hand der Stadt seien sanierungsbedürftig.

Neue Bedarfsplanung verzögert Sporthallen-Sanierung

Um diese instand zu setzen, müssen seitens mehrere Schritte eingehalten werden, seit Kurzem zählt auch eine sogenannte Bedarfsplanung dazu. Mit dieser sollen auch die Bedarfe anderer Ressorts erfasst werden, um Doppelplanungen und Mehraufwand zu verhindern. Für die Halle an der Oberschule Helsinkistraße – dort ist ein Ersatzbau in Form einer Dreifachhalle im Gespräch – ist diese Bedarfsplanung eingeleitet worden.

Ebenso für das Sportgebäude an der Grundschule Grambke, wo ein Ersatzneubau für die kleine Halle Föhrenbrok entstehen soll. Das Ergebnis wird laut Lawrenz für Ende November 2019 erwartet. An der Paul-Goldschmidt-Schule ist ein größerer Neubau vorgesehen. Für die Oberschule Lesum/Steinkamp wird eine Doppelsporthalle geprüft. Für die übrigen Hallen müssen die Bedarfsplanungen erst noch angeschoben werden.

Durch die veranschlagten Bedarfsplanungen dauern die Vorhaben laut Lawrenz jeweils etwa drei bis sechs Monate länger. Insgesamt rechnet er mit fünf Jahren Planungs- und Bauzeit pro Halle. Er schränkte aber auch ein: „Es gibt auch immer die Unbekannte: Für wie viele Projekte stehen in Bremen tatsächlich Mittel bereit und gibt es genug personelle Kapazitäten, um Projekte parallel anzugehen.“

Beirat erwartet, dass Hallenkataster aktualisiert wird

Einige Beiratsmitglieder erinnerten sich an eine vergangene Sitzung, in der die Planungen konkreter waren und sie äußerten ihren Unmut über den Rückschritt. „Eine bodenlose Frechheit ist hier abgeliefert worden. Es ist nichts Konkretes passiert“, äußerte Martin Hornhues (CDU). „Das reicht einfach nicht aus“, sagte Niels Heide (SPD). „Es gibt die Befürchtung, dass Burglesum den Anschluss verliert“, fasste Ortsamtsleiter Florian Boehlke zusammen. Es stünden keine Hallen bereit, um Ausfälle zu kompensieren.

Der Beirat erwartet nun die Aktualisierung des Sporthallenkatasters in Abstimmung mit der Schulstandortplanung und Kostenabschätzungen. Die Ergebnisse sollen bei einer Planungskonferenz Bildung im Februar/März 2020 präsentiert werden.

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