Viel Elektronisches findet sich in den Repair Cafés in Ganderkesee und Delmenhorst. Das Reparieren schont Ressourcen. Foto: Konczak
Nachhaltigkeit

Die Ressourcen schonen

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Die Repair Cafés in Ganderkesee und Delmenhorst haben sich etabliert.

„Reparieren statt wegwerfen“ ist ein gern genutzter Spruch, um auf die Aktionen der erst einige Jahre alte Bewegung rund um die Repair Cafés (engl.: Reparatur Cafés) hinzuweisen. Hinter dem Spruch steckt eigentlich schon ihr gesamter Leitgedanke.

Projektmanagerin Rebecca Remke vom Landkreis Oldenburg organisiert die regelmäßigen Termine im Repair Café Ganderkesee. Sie sagt, dass es für ein solches Angebot entscheidend sei, die passenden ehrenamtlichen Helfer zu haben. „Aber alle, die Interesse und Lust am Reparieren haben, können mitmachen“, betont sie.

Große Besucherströme

Es ist viel los im und vor dem Werkaum der Schule am Habbrügger Weg 4. Dort findet das Repair Café Ganderkesee am jeweils zweiten Dienstag im Monat von 17 bis 19 Uhr statt. Viele stehen an, warten darauf, dass ihre mitgebrachten Artikel repariert werden können. Im Flurbereich stehen Kaffee und Kekse bereit, einige Besucher schauen auch einfach dabei zu, wie gerade etwas repariert wird.

Ein ähnliches Bild malt auch Rolf Gellermann. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus kümmert sich um das Repair Café in Delmenhorst. An jedem dritten Freitag im Monat treffen sich die sechs aktiven Reparateure in den Räumen der AWO, Cramerstraße 193 von jeweils 15 bis 17 Uhr. „Wir werden sehr stark frequentiert“, sagt Gellermann. Zwischen 30 und 40 Artikeln würden jeweils gebracht, bei rund 80 Prozent der defekten Geräte und kaputten Gegenstände könne man erfolgreich reparieren.

Warum reparieren und nicht einfach neu kaufen?

„Alles was nicht weggeworfen wird, alles was man repariert, schont Ressourcen. Und damit auch die Umwelt“, so Remke zu der Rolle, die Repair Cafés in Sachen Klimaschutz einnehmen. Auch wenn etwas nicht mehr repariert werden könne, so könne man doch schauen, welche Artikel man in Zukunft erwerbe. Langlebigkeit zahle sich für das Klima aus, fasst Remke zusammen.
An einer Station des Repair Cafés in Ganderkesee wurde eine defekte Brotschneidemaschine untersucht und der Fehler wurde auch erkannt. Um diesen zu beheben benötige man jedoch ein Ersatzteil. Dieses müsse dann der Kunde in Eigenregie besorgen, die Brotschneidemaschine falle somit unter der Kategorie „Vertagt“.

An anderer Stelle hat Matthias Brüggemann eine Puppe mit einer Holzachse und etwas Kleber repariert. Somit würdigte er wiederholt seinen inoffiziellen Titel als „Klebemeister“. An seiner Station stehen diverse Kleber für allerlei Materialien. Um 17.45 Uhr war die Puppe der bislang dritte Artikel, den Brüggemann an dem vergangenen Dienstagabend reparierte.

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